Der Vorstandsvorsitzende der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Stefan Wintels, hat eine neue Investitions- und Innovationsagenda für mehr Wettbewerbsfähigkeit gefordert.
“Wettbewerbsfähigkeit ist kein Selbstläufer”, schreibt Wintels in einem Gastbeitrag für das “Handelsblatt” (Mittwochausgabe). “Es braucht sowohl verlässliche Rahmenbedingungen als auch eine proaktive Investitionsagenda.”
Der Vorstandsvorsitzende der KfW-Bankengruppe wirbt für einen “German Deal for Innovation”. Die Chance sei da, jetzt gelte es, Kapital zu mobilisieren, Innovationsökosysteme zu stärken und mit der nötigen Geschwindigkeit und Skalierung zu handeln, so Wintels.
Zugleich mahnte er den Ausbau einer Innovationsinfrastruktur an, um Ideen schneller in erfolgreiche Unternehmen zu überführen. Ein zentrales Element dabei sei die 2024 gestartete WIN-Initiative. Sie mobilisiere systematisch zusätzliches Wagnis- und Innovationskapital, verbessere die Rahmenbedingungen für Fondsstrukturen und stärke die Verbindung zwischen Hochschulen, Investoren und Unternehmen.
Weitere Bausteine der Agenda seien die Weiterentwicklung der Kapitalmarktunion sowie regulatorische Anpassungen, damit institutionelle Investoren einen größeren Teil ihrer Mittel in Venture- und Growth-Fonds investieren können. “Europa braucht zudem größere Growth-Fonds und Dachfondsstrukturen, um die jährliche Finanzierungslücke gegenüber den USA zu schließen”, schreibt Wintels.

