Am Mittwochabend kam es im Münchner Hauptbahnhof zu einem Zwischenfall, bei dem zwei Männer Widerstand gegen Bundespolizisten leisteten. Nachdem sie ihre Fahrt am Endhaltepunkt im ICE nicht beendet hatten, mussten sie von den Beamten geweckt und zum Verlassen des Zuges aufgefordert werden.
Mit erheblichen Widerstand gegen die Polizei
Gegen 22:15 Uhr informierte die Betriebsüberwachung der Deutschen Bahn die Bundespolizei über zwei schlafende Personen im ICE. Die entsandte Streife traf auf einen 39-jährigen Polen und einen 39-jährigen Litauer, beide ohne festen Wohnsitz. Die Männer reagierten sofort aggressiv und beleidigten die Polizisten, als sie gebeten wurden, den Zug zu verlassen. Erst nach Unterstützung durch eine zweite Streife konnten sie dazu bewegt werden, den Zug zu verlassen, versuchten jedoch, der Kontrolle zu entgehen. Die Beamten setzten Handfesseln ein, nachdem sich die Männer losgerissen hatten.
Übermäßiger Alkoholkonsum als möglicher Faktor
In der Bundespolizeidienststelle in der Denisstraße zeigte ein Atemalkoholtest beim Litauer 3,07 Promille. Der polnische Staatsangehörige verweigerte den Test. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I wurden beide Männer freigelassen, nachdem die polizeilichen Maßnahmen abgeschlossen waren. Gegen sie wird wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung ermittelt. Der polnische Staatsangehörige fiel bereits am selben Nachmittag in der Nähe des Hauptbahnhofs durch aggressives Verhalten auf und widersetzte sich einer Kontrolle.


