Die Stadt Augsburg hat im Bereich der Kindertagesbetreuung wichtige Fortschritte erzielt. Das zeigt der aktuelle Zwischenbericht zum Bildungsmonitoring für das Kita-Jahr 2025/26. Die Zahl der betreuten Kinder ist leicht gestiegen, und deutlich weniger Kinder warten aktuell auf einen Betreuungsplatz.
13.000 Kinder betreut – Zahl der fehlenden Plätze stark gesunken
Zum Stichtag 31. März 2025 wurden in den Augsburger Krippen, Kindergärten und Horten 13.000 Kinder betreut. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das nicht nur einen leichten Anstieg, sondern vor allem: Die Zahl der Kinder ohne Platz sank deutlich – von 1.475 auf 1.101. Die Belegungsquoten in allen Einrichtungsarten bleiben auf einem hohen Niveau.
Martina Wild: „Deutliche Erfolge durch umgesetzte Maßnahmen“
Martina Wild, zweite Bürgermeisterin und Referentin für Bildung und Migration, sieht in der Entwicklung eine Bestätigung des eingeschlagenen Kurses:
„Die Zahlen zeigen: Unsere Anstrengungen wirken. Wir schaffen nicht nur mehr Plätze, sondern verbessern auch die Qualität der Betreuung. Unser Anspruch ist, dass jedes Kind in Augsburg die bestmöglichen Startchancen erhalten soll – unabhängig von Herkunft, Sprache oder Unterstützungsbedarf. Die Herausforderung dieses Ziel umzusetzen ist immer noch groß, aber wir konnten durch unsere Maßnahmen deutliche Erfolge zu mehr Betreuung erzielen.“
Förderung für Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf
Die Stadt legt großen Wert auf inklusive Betreuung. In enger Zusammenarbeit mit dem Bezirk Schwaben und durch innovative Ansätze wie eine Clearingstelle zur Platzvermittlung oder den Ausbau multiprofessioneller Teams werden gezielt Kinder mit besonderem Bedarf im sprachlichen, gesundheitlichen oder sozialen Bereich unterstützt. Zusätzlich zu den bestehenden Maßnahmen fördert die Stadt aktiv Projekte, die einen nachhaltigen Zugang zu Bildung und Gesundheit gewährleisten. Ziel ist es, die zukünftige Entwicklung in der Region zu stärken und eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung im Landkreis sicherzustellen, die den individuellen Bedürfnissen der Familien gerecht wird. Dabei wird besonderer Wert auf die Einbindung aller gesellschaftlichen Akteure gelegt, um umfassende Unterstützung zu bieten.
Sprachförderung als Schlüssel für einen erfolgreichen Schulstart
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Sprachförderung von Vorschulkindern. Erstmals wurde in enger Kooperation mit den Bildungseinrichtungen eine verpflichtende Sprachstandserhebung durchgeführt. Ziel ist es, die Sprachförderung noch besser mit dem Startchancenprogramm an den Schulen zu verzahnen.
Zudem zeigt sich auch bei der sozialen und emotionalen Schulvorbereitung eine erfreuliche Entwicklung: Alle Vorschulkinder konnten in diesem Jahr entsprechend gefördert werden, um Selbstständigkeit und soziale Regeln zu erlernen – wichtige Grundlagen für einen gelungenen Start in die Schule.
Zukunftsstrategie: Vorausschauende Planung und flexible Lösungen
Die Stadt Augsburg setzt auf datengestützte und vorausschauende Planung, um auch in Zukunft den steigenden Bedarf zu decken.
Neue Einrichtungen befinden sich bereits im Bau, Maßnahmen zur Personalgewinnung und -bindung werden intensiviert und flexible Raumkonzepte sollen helfen, auch auf kurzfristige Veränderungen reagieren zu können – insbesondere mit Blick auf unsichere Förderstrukturen auf Landesebene.





