München: 32‑Jährige tritt Bundespolizisten ins Gesicht – Beamter verletzt, Frau festgenommen

Alfred Ingerl
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Bundespolizei in München am Wiesnsonntag mehrfach im Einsatz — Am zweiten Wiesnsonntag (27. September) kam es im Münchner Bahnbereich zu mehreren Einsätzen der Bundespolizei: Unter anderem ermittelt die Behörde nach einer sexuellen Belästigung mit anschließender Körperverletzung an der Hackerbrücke, am Hauptbahnhof wurde eine Frau nach einem tätlichen Angriff auf einen Bundespolizisten festgenommen, drei Messer sichergestellt und zwei Haftbefehle vollstreckt.

Vorfall an der Hackerbrücke: Unsittliche Berührungen und Faustschlag

Nach Angaben der Bundespolizei wurde kurz nach Mitternacht am Haltepunkt Hackerbrücke eine körperliche Auseinandersetzung gemeldet. Ein 35-jähriger Mann aus Fürstenfeldbruck soll zuvor mehrere bislang unbekannte Frauen in der Menschenmenge unsittlich berührt haben. Ein 20-jähriger Mann aus München sprach den Beschuldigten darauf an; daraus entwickelte sich zunächst ein verbaler Streit, im weiteren Verlauf soll der 35-Jährige dem 20-Jährigen einen Schlag ins Gesicht versetzt haben. Der Geschädigte beklagte Schmerzen im Kopfbereich, benötigte jedoch keine sofortige medizinische Behandlung. Ein freiwilliger Atemalkoholtest beim 35-Jährigen ergab 0,4 Promille.

Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung und Körperverletzung und bittet die bislang unbekannten betroffenen Frauen sowie Zeuginnen und Zeugen, sich bei der Behörde zu melden.

Angriff am Hauptbahnhof und weitere Einsätze

Am Nachmittag beobachteten zivile Einsatzkräfte an der Straßenbahnhaltestelle Hauptbahnhof Nord eine 32-jährige Frau, die eine Flasche zu Boden warf. Als die Polizeibeamten ihre Identität feststellen wollten, verweigerte sie die Angabe ihrer Personalien und versuchte sich der Kontrolle zu entziehen. Zur Feststellung der Identität sollte sie zur Dienststelle gebracht werden; dabei sperrte sie sich und musste getragen werden. Im weiteren Verlauf trat die Frau zweimal nach einem Bundespolizisten, wobei der zweite Tritt den Beamten im Gesicht traf. Während der Maßnahmen beleidigte sie die eingesetzten Beamten. Ein Atemalkoholtest ergab 1,4 Promille.

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Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde eine Blutentnahme und die richterliche Vorführung angeordnet. Die 32-Jährige wurde nach Abschluss der bundespolizeilichen Maßnahmen der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München übergeben. Der getroffene Bundespolizist musste seinen Dienst abbrechen und sich in ärztliche Behandlung begeben. Gegen die Frau wird unter anderem wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstands, Körperverletzung und Beleidigung ermittelt.

Am Haltepunkt Hackerbrücke kontrollierten Einsatzkräfte außerdem einen 43-jährigen Deutschen und einen 32-jährigen Schweden. Bei dem 43-Jährigen wurde ein Taschenmesser gefunden, bei dem 32-Jährigen zwei Küchenmesser. Damit verstießen beide gegen die für den Bereich geltende Allgemeinverfügung zum Verbot des Mitführens gefährlicher Gegenstände; die Messer wurden sichergestellt. Gegen den 43-Jährigen wurde für den Fall eines erneuten Verstoßes ein Zwangsgeld angedroht, beim 32-Jährigen fiel ein Zwangsgeld in Höhe von 200 Euro an. Nach Abschluss der Maßnahmen konnten beide Männer ihren Weg fortsetzen.

Darüber hinaus vollstreckten die Einsatzkräfte zwei Haftbefehle: Am Ostbahnhof wurde ein 37-jähriger Rumäne kontrolliert, gegen den zwei Vollstreckungshaftbefehle wegen Diebstahls mit noch offenen Geld- beziehungsweise Ersatzfreiheitsstrafen von insgesamt 20 und 45 Tagen bestanden. Da er die geforderten Beträge von insgesamt 5.950 Euro nicht zahlen konnte, wurde er in die Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim eingeliefert. Am späten Abend kontrollierten Beamte am Hauptbahnhof einen 55-jährigen Spanier, gegen den ein Haftbefehl wegen Betrugs vorlag; er konnte die geforderte Geldstrafe von 1.170 Euro bezahlen und seinen Weg anschließend fortsetzen.

Dieser Artikel basiert auf einer offiziellen Polizeimeldung. Für die sprachliche Überarbeitung wurde künstliche Intelligenz eingesetzt.

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Alfred Ingerl ist Autor bei Presse Augsburg. Sein Schwerpunkt liegt auf aktuellen Polizeimeldungen und Blaulicht-Nachrichten aus Bayern. Er bereitet Meldungen der bayerischen Polizeipräsidien redaktionell für die Veröffentlichung auf Presse Augsburg auf.