Zwischen Dillingen und Steinheim sind in der Donau sterbliche Überreste gefunden worden, die möglicherweise zu dem seit Juni 2024 vermissten Feuerwehrmann Denis Root aus Offingen gehören. Die Polizei hat daraufhin umfangreiche Ermittlungen eingeleitet und die Suche am Fundort am Dienstag fortgesetzt.
Der Fund geht auf Mittwoch, den 4. März, zurück. In der Nähe des Wasserkraftwerks in Dillingen wurde zunächst eine Feuerwehrhose angeschwemmt. Bei anschließenden Vermessungsarbeiten im Bereich der Donau entdeckten Einsatzkräfte sterbliche Überreste, die sich in der Kleidung befanden. Ob es sich tatsächlich um den vermissten Feuerwehrmann handelt, ist derzeit noch unklar. Die Identität soll nun durch rechtsmedizinische Untersuchungen und eine DNA-Analyse geklärt werden. Mit den Ergebnissen rechnen die Ermittler gegen Ende dieser Woche.
Die Ermittlungen werden von der Kriminalpolizeiinspektion Neu-Ulm in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Memmingen geführt. Am Dienstag waren erneut mehrere Polizeitaucher der Bereitschaftspolizei im Einsatz, um den Bereich rund um den Fundort gründlich zu durchsuchen. Nach Angaben eines Polizeisprechers war bis zum frühen Nachmittag jedoch kein weiterer Hinweis entdeckt worden. Spürhunde wurden bei dieser Suchaktion nicht eingesetzt.
Der Fall erinnert an das tragische Unglück vom 2. Juni 2024: Damals war der 22-jährige Feuerwehrmann aus Offingen während eines Hochwassereinsatzes auf der Mindel vermisst worden. Das Rettungsboot, in dem er mit Kollegen unterwegs war, kenterte in den starken Fluten. Während sich die anderen Feuerwehrleute retten konnten, verschwand Root in den Wassermassen.
In den Wochen nach dem Unglück hatten Polizei, Feuerwehr und zahlreiche freiwillige Helfer intensiv nach dem jungen Mann gesucht – sowohl entlang der Mindel als auch in angrenzenden Gewässern. Mehrfach gab es Hinweise, die Hoffnung auf ein Auffinden der Leiche machten. So wurde vor über einem Jahr im Bereich der Staustufen bei Lauingen ein Stiefel entdeckt, der zur Ausrüstung eines Feuerwehrmanns hätte passen können. Eine DNA-Untersuchung ergab jedoch später, dass er nicht zu Root gehörte.
Der aktuelle Fund in der Donau könnte nun erstmals eine Spur liefern, die tatsächlich mit dem Vermissten in Verbindung steht. Bis die Ergebnisse der Untersuchungen vorliegen, halten sich die Ermittler jedoch mit weiteren Aussagen zurück. Die Suche im Bereich des Fundorts wird unterdessen fortgesetzt.


