Der FC Augsburg steht vor der wohl höchsten Hürde im deutschen Fußball. Die Schwaben müssen zur Übermannschaft des FC Bayern. Aber sollte man sich deshalb schon aufgeben?
Es ist eines dieser Spiele, die schon vor dem Anpfiff für Diskussionen sorgen. Ist es das leichteste Spiel der Saison oder doch das schwerste? Kann der FC Augsburg nur gewinnen, weil man eigentlich schon verloren hat? Wenn man manchem Eintrag in den sozialen Medien und Foren rund um die Zirbelnusskicker in diesen Tagen folgt, könnte man diesen Eindruck erlangen. „Wie viele Gegentreffer kassiert der FCA im nächsten Auswärtsspiel?“ heißt es z. B. in einem launig gestalteten Instagram-Post. Eines steht fest: Mit dem FC Bayern ist heute die Übermannschaft dieser Saison Gastgeber der Fuggerstädter. 16 Siege, 2 Remis. Der ungeschlagene Rekordmeister ist das Maß aller Dinge. Das weiß auch Augsburgs Chefcoach Manuel Baum, dessen Vorgänger noch über eine Aussage zur vergleichbaren Qualität beider Teams stolperte.
Zwei Heimremis bringen Selbstvertrauen
Aufgegeben hat man im Schwabenland deshalb aber vor der Partie noch lange nicht. Der FCA hat aus den beiden Heimremis gegen Union und Freiburg Selbstvertrauen geschöpft. Baum sieht seine Mannschaft von der Entwicklung her auf dem richtigen Weg – ob dies in München allerdings reichen wird, um Zählbares zu holen?
Kann Augsburg den FCB-Sturm stoppen?

In erster Linie wird es für Augsburg darum gehen, den Spielfluss der Oberbayern nicht aufkommen zu lassen und die Wahnsinns-Offensive um Kane, Díaz, Olise und die anderen Magier nicht zaubern zu lassen. 71 Treffer konnte der FCB bereits erzielen, mehr als doppelt so viele wie der Tabellenzweite aus Dortmund. Zum Vergleich: Der FCA konnte in dieser Spielzeit 20 Treffer bejubeln.
FCA mit Neuzugang
Der Auftrag ist klar: Der FC Augsburg muss tatsächlich versuchen, die Offensivbemühungen früh zu stoppen. Helfen soll dabei der unter der Woche aus Hoffenheim geholte Verteidiger Arthur Chaves. Der Brasilianer soll die Lücken schließen, die durch die langfristigen Ausfälle von Gouweleeuw und Matsima entstanden sind. Da Banks heute zudem gesperrt fehlt, könnte der Neuzugang gleich zum Einsatz kommen.
Die voraussichtliche Aufstellung
Dahmen – Zesiger, Schlotterbeck, Keitel – Fellhauer, Massengo, Rexhbecaj, Giannoulis – Kade, Claude-Maurice – Gregoritsch


