Bei Kontrollen auf der A3 und A92 stellte die Polizei bei 42 von 110 Fahrzeugen Mängel an der Ladungssicherung fest.
Am 13. und 14. Oktober 2026 führte das Polizeipräsidium Niederbayern eine Fortbildungsveranstaltung zum Thema Ladungssicherung durch. Insgesamt nahmen 36 Einsatzkräfte teil. Neben rechtlichen Grundlagen und Verantwortlichkeiten ging es auch um die praktische Anwendung bei Verkehrskontrollen.
Kontrollen auf A3 und A92
Am zweiten Fortbildungstag richteten die Verkehrspolizeiinspektionen Landshut, Passau und Deggendorf drei Kontrollstellen auf den Autobahnen A3 und A92 ein. Unter Anleitung erfahrener Kolleginnen und Kollegen überprüften die Teilnehmer insgesamt 110 Fahrzeuge. Neben 23 Ordnungswidrigkeitenanzeigen musste bei neun Fahrzeugen wegen gravierender Mängel die Weiterfahrt untersagt werden.
In einem Fall hatte ein Lkw rund 20 Tonnen Stahlträger geladen. Die Ladung war weder nach vorne noch zu den Seiten ausreichend gesichert, außerdem fehlten Antirutschmatten. Weil keine Spanngurte und Zurrösen vorhanden waren, konnte sie an der Kontrollstelle nicht nachgesichert werden. Die Ladung musste zu einer Spedition gebracht und dort umgeladen sowie ordnungsgemäß gesichert werden.
Bei einem weiteren Lkw waren Kartoffeln in Bigbags auf Paletten verladen. Zu allen Seiten bestanden Ladelücken, sodass kein Formschluss gegeben war. Die über die einzelnen Reihen gelegten Spanngurte waren weder eingehängt noch gespannt und hatten daher keine Sicherungswirkung. Mit einem zweiten Lkw und Leerpaletten konnte die Spedition die Ladung noch vor Ort mit erheblichem Aufwand nachsichern.
Praktische Übungen zur Verkehrssicherheit
Am ersten Fortbildungstag vertieften die Einsatzkräfte die theoretischen Inhalte anhand praktischer Übungen und konkreter Beispiele. Versuchsfahrten mit einem Lkw unter realen Bedingungen zeigten zudem die Auswirkungen einer ordnungsgemäßen und einer mangelhaften Ladungssicherung.
Unsachgemäß gesicherte Ladung kann erhebliche Kräfte entwickeln und dadurch Fahrzeugführer sowie andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Das Polizeipräsidium Niederbayern will auch künftig regelmäßig die Einhaltung der Vorschriften kontrollieren und entsprechende Fortbildungen anbieten.
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