Oberpfalz: Bei 38 Pkw‑Toten 2025 waren 12 nicht angeschnallt, Polizei kündigt Kontrollen an

Alfred Ingerl
3 Minuten Lesezeit

Tödliche Unfälle: Fast jeder dritte Pkw-Insasse in der Oberpfalz 2025 nicht angeschnallt

In der Oberpfalz starben im Jahr 2025 bei Pkw-Unfällen 38 Menschen. Bei 12 von ihnen war zum Unfallzeitpunkt der Sicherheitsgurt nicht angelegt oder eine erforderliche Kinderrückhalteeinrichtung nicht verwendet worden. Das Polizeipräsidium Oberpfalz beteiligt sich an landesweiten Aktionstagen des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration und wird vom 15. bis 18. September 2026 verstärkt Kontrollen zur Gurt- und Kindersicherungspflicht durchführen.

Entwicklung und Bedeutung der Sicherheitsgurte

Im Vergleich zum Jahr 2024, als drei ungesicherte Todesopfer in Pkw zu verzeichnen waren, stellt die Zahl von 12 Fällen im Jahr 2025 eine Zunahme um 300 Prozent dar. Bis zum 31. Juli 2026 wurden in der Oberpfalz bereits drei tödlich verunglückte Personen registriert, die nicht angegurtet waren. Das Polizeipräsidium betont, dass der Sicherheitsgurt und Kinderrückhalteeinrichtungen zu den wirksamsten Schutzvorrichtungen im Fahrzeug gehören.

„Diese Zahlen sind erschreckend und zeigen eindeutig: Der Sicherheitsgurt ist und bleibt die wichtigste Sicherheitsvorrichtung im Fahrzeug. Besonders alarmierend ist der enorme Anstieg bei den nicht gesicherten Insassen in unserer Region. Jeder einzelne dieser Fälle ist einer zu viel.“ – Polizeivizepräsident Erwin Frankl

Aktionstage und Appelle der Polizei

Die Aktionstage „Gurt- und Kindersicherungspflicht“ sollen ab 15. September 2026 das Bewusstsein für das Anschnallen und die richtige Sicherung von Kindern schärfen. Die Polizei kündigt an, während dieser Tage verstärkt Kontrollen durchzuführen und gezielt das Gespräch mit Autofahrern zu suchen, um auf die lebensrettende Wirkung von Sicherheitsgurten und geeigneten Kindersitzen hinzuweisen.

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„Anschnallen ist keine Frage der Strecke, sondern eine Selbstverständlichkeit – auf jedem Sitzplatz und bei jeder Fahrt!“ – Polizeivizepräsident Erwin Frankl

Auch für Bayern insgesamt zeigen die Zahlen einen besorgniserregenden Trend: 2025 verloren 249 Menschen bei Pkw-Unfällen ihr Leben, davon waren 53 nicht angeschnallt. Der Anteil ungesicherter Todesopfer stieg damit von 16,8 auf 21,3 Prozent; ein Kind kam ungesichert ums Leben. Bis Ende April 2026 waren in Bayern bereits 15 tödlich verunglückte Personen nicht angeschnallt.

Das Polizeipräsidium Oberpfalz appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, jederzeit den Sicherheitsgurt anzulegen, Kinder in geeigneten Rückhalteeinrichtungen entsprechend Größe und Gewicht zu sichern und als Fahrzeuglenker Verantwortung für die Mitfahrer zu übernehmen. Erwachsene sollen durch eigenes Verhalten als Vorbild dienen und damit zeigen, dass Anschnallen selbstverständlich ist.

Dieser Artikel basiert auf einer offiziellen Polizeimeldung. Für die sprachliche Überarbeitung wurde künstliche Intelligenz eingesetzt.

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.