Patientenschützer kritisiert GKV-Reform als unausgewogen

Patientenschützer Eugen Brysch sieht durch die am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossene Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) Nachteile für Versicherte. Von einem ausgewogenen Paket und einer gerechten Lastenverteilung könne nicht die Rede sein, sagte Brysch, Vorsitzender der Deutschen Stiftung Patientenschutz, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Nina Warken und Friedrich Merz am 29.04.2026, via dts Nachrichtenagentur

“Diese Schieflage geht voll zu Lasten der Patientinnen und Patienten”, kritisierte er. Die Kürzungen seien nicht an die Behandlungsqualität gekoppelt. Bezahlt werde weiterhin nur die Anzahl der Arzt-Patienten-Kontakte. Ob sich die Beschwerden der Patienten durch eine Therapie verbessern, verschlechtern oder Leiden gelindert werden, bleibe für die Vergütungshöhe irrelevant.

Brysch wies darauf hin, dass die Bundesregierung in den nächsten vier Jahren ein Loch von 50 Milliarden Euro in die gesetzliche Krankenversicherung reißen würde. Der Bundeszuschuss werde gekürzt und die Kosten für Bürgergeldempfänger würden nur spärlich übernommen.

Der Patientenschützer forderte den Bundestag auf, jetzt bei der Gesetzgebung massiv gegenzusteuern. “Das Parlament hat den Entwurf von Nina Warken zukunftsfähig zu machen und Lars Klingbeil mit in die Verantwortung zu nehmen”, so Brysch weiter.

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DTS Nachrichtenagentur
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