Am Mittwoch, den 29. Juli 2026, ist ein 77-jähriger Mann aus Pfarrkirchen im Landkreis Rottal-Inn Opfer eines sogenannten Schockanrufs geworden. Der gutgläubige Senior übergab einem bis dato unbekannten Täter einen niedrigen fünfstelligen Eurobetrag. Die Kriminalpolizeiinspektion Niederbayern hat die Ermittlungen aufgenommen.
Betrug durch Schockanruf: Geldübergabe an der Wohnanschrift
Der Vorfall ereignete sich um 14:30 Uhr, als der 77-Jährige von einer unbekannten Frau telefonisch kontaktiert wurde. Sie behauptete, seine Tochter habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht und zur Abwendung einer angeblich drohenden Strafe sei eine sofortige Zahlung nötig. Mit ausgeklügelter Gesprächsführung gelang es den Tätern, den Senior zur Übergabe des Betrags zu überreden. Das Bargeld wurde schließlich an der Wohnadresse des Opfers an einen männlichen Unbekannten übergeben, der sich danach in unbekannte Richtung entfernte.
Zeugenaufruf und Warnung der Polizei
Das Telefonat fand auf Russisch statt, da der betroffene Mann dieser Sprache mächtig ist. Der Abholer wird beschrieben als etwa 40 bis 45 Jahre alt, ca. 170 cm groß, mit schlanker Statur, ohne Brille und ohne Bart. Personen, die am 29. Juli 2026 um die genannte Uhrzeit verdächtige Aktivitäten im Bereich der Alois-Gäßl-Straße, des Bahnwegs oder am Bahnhofsplatz in Pfarrkirchen beobachtet haben, werden dringend gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Pfarrkirchen unter der Telefonnummer 08561/9604-0 zu melden.
In diesem Zusammenhang warnt die Polizei ausdrücklich vor der neuen Betrugsmasche mit russischsprachigen Schockanrufen.

