Ein Schockanruf in Hadern, zwei Verkehrsunfälle und eine Fahndung nach einem zweiten Tatverdächtigen beschäftigen die Münchner Polizei. Zudem wurde ein Schmorbrand in einer Tiefgarage gelöscht.
Seniorin übergibt Bargeld nach Schockanruf
Am Mittwoch, 14. Oktober 2026, erhielt eine über 80-jährige Münchnerin gegen 17:30 Uhr den Anruf einer unbekannten Frau, die sich als ihre Enkelin ausgab. Die Anruferin behauptete, sie habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem ein Mensch ums Leben gekommen sei. Anschließend übernahm ein unbekannter Mann als angeblicher Anwalt das Gespräch und forderte von der Seniorin und ihrem Ehemann eine Kaution in fünfstelliger Höhe.
Als Übergabeort wurde die Wohnadresse der Frau in Hadern vereinbart. Zwischen 19:45 und 20:45 Uhr übergab das Ehepaar das Bargeld an einen unbekannten Abholer. Der Mann entfernte sich anschließend zu Fuß. Erst danach stellte die Seniorin im Gespräch mit ihrer tatsächlichen Enkeltochter den Betrug fest. Angehörige verständigten die Polizei; eine Sofortfahndung war wegen der vergangenen Zeit nicht mehr zielführend.
Der Abholer wird als etwa 45 Jahre alt, rund 175 Zentimeter groß und schlank beschrieben. Er hatte kurze grau-melierte Haare und trug einen grünen Pullover. Hinweise nimmt das Polizeipräsidium München unter 089 2910-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Gesucht werden Beobachtungen im Bereich der Willibaldstraße, Hönlestraße, Senftenauerstraße und des Ellen-Ammann-Wegs.
Die Polizei rät, bei solchen Anrufen selbstständig den Polizeinotruf 110 oder die betreffende Behörde zu wählen und Familienangehörige direkt zu kontaktieren. Polizei und andere Amtspersonen fordern niemals die Übergabe von Geld oder Wertsachen. Unbekannte sollten nicht in die Wohnung gelassen werden. Außerdem sollten Betroffene keine Angaben zu ihren finanziellen Verhältnissen machen und sich nicht unter Druck setzen lassen.
BMW kollidiert beim Wenden mit Trambahn
In Schwabing-West ist am Mittwochvormittag ein BMW mit einer Trambahn der Linie 27 zusammengestoßen. Nach derzeitigen Erkenntnissen wollte ein 30-jähriger Autofahrer gegen 9:50 Uhr auf der stadteinwärts führenden Schleißheimer Straße an der Kreuzung zur Clemensstraße wenden, um anschließend stadtauswärts weiterzufahren. Dabei kollidierte der BMW mit der ebenfalls stadteinwärts fahrenden Trambahn.
Der BMW-Fahrer wurde leicht verletzt und gab an, selbstständig einen Arzt aufzusuchen. Sein 26-jähriger Beifahrer sowie der Fahrer und die Mitfahrer der Trambahn blieben unverletzt. Der BMW war nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit, die Trambahn blieb trotz der Beschädigungen fahrbereit. Der Gesamtschaden wird auf mehrere tausend Euro geschätzt. Während der Unfallaufnahme kam es zu leichten Verkehrsbehinderungen, insbesondere war der Trambahnverkehr eingeschränkt.
Fahrer entzieht sich Kontrolle und verunfallt
In Sendling-Westpark entzog sich ein BMW-Fahrer in der Nacht auf Donnerstag einer Verkehrskontrolle und verunfallte anschließend. Der zunächst unbekannte Fahrer hielt gegen 0:30 Uhr auf der Aidenbachstraße zunächst an, beschleunigte dann jedoch wieder. Die Polizei nahm die Nachfahrt auf, brach sie wegen der deutlich überhöhten Geschwindigkeit und des immer größer werdenden Abstands aus Sicherheitsgründen aber ab.
Kurze Zeit später entdeckten die Beamten den BMW im Bereich der Heckenstallerstraße und Passauerstraße. Das Fahrzeug war mit einer Lichtzeichenanlage und einem Brückengeländer kollidiert. Der 38-jährige Fahrer wurde leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Wegen Alkoholgeruchs und entsprechender Ausfallerscheinungen wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Zudem stellte sich heraus, dass er keine gültige Fahrerlaubnis besaß.
Der erheblich beschädigte BMW wurde zur Beweissicherung sichergestellt. Der Schaden wird auf einen mittleren vierstelligen Betrag geschätzt. Weil sich der Mann im Krankenhaus äußerst aggressiv verhielt und nur von mehreren Einsatzkräften unter Kontrolle gebracht werden konnte, kam er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in Gewahrsam. Gegen ihn wurde unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs infolge Alkohols und Fahrens ohne Fahrerlaubnis Anzeige erstattet.
Polizei sucht zweiten Tatverdächtigen nach Angriff
In der Münchner Altstadt suchen die Ermittler weiterhin nach einem zweiten Tatverdächtigen. Am 21. Juni 2026 war ein damals 20-Jähriger gegen 4 Uhr von zwei Männern zur Herausgabe von Bargeld aufgefordert worden. Als er dies ablehnte, griff ihn einer der Männer mit einem Messer an, während der andere ihn mehrfach mit der Faust ins Gesicht schlug. Das Opfer wurde leicht verletzt; die Täter flüchteten ohne Beute.
Anhand umfangreicher Videoaufnahmen konnte ein 22-Jähriger identifiziert werden. Der Mann mit syrischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in Kaufbeuren wurde zwischenzeitlich festgenommen; gegen ihn wurde Untersuchungshaft angeordnet. Der zweite Tatverdächtige ist bislang nicht identifiziert.
Gesucht wird ein etwa 22 bis 28 Jahre alter Mann mit einer Größe von ungefähr 180 Zentimetern, schlanker Statur und dunklem Vollbart. Er soll eine schwarze Kappe, ein weißes Unterhemd und eine schwarze Jogginghose mit weißen Streifen getragen haben. Hinweise zur Identität oder zum Aufenthaltsort nimmt das Polizeipräsidium München unter 089/2910-0 entgegen.
Schmorbrand in Tiefgarage gelöscht
In Allach-Untermenzing hat die Feuerwehr am Mittwochmorgen einen Schmorbrand in der Tiefgarage eines leerstehenden Gebäudes gelöscht. Eine Zeugin hatte gegen 8:30 Uhr im Bereich der Allacher Straße Brandgeruch wahrgenommen und den Notruf gewählt. Beim Eintreffen stellten die Einsatzkräfte Rauch aus der Tiefgarage fest.
Das Kommissariat 13 hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Die Polizei bittet um Hinweise zu Beobachtungen im Bereich der Allacher Straße, Von-Kahr-Straße, Ernst-von-Beling-Straße, Ernst-von-Romberg-Straße und des Riezlerwegs. Hinweise können unter 089 2910-0 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle gemeldet werden.
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