Polizei warnt vor Autobahngold-Betrügern in der Oberpfalz: Zahlreiche Fälle gemeldet

OBERPFALZ. In der Oberpfalz sind in den letzten Tagen mehrere Fälle der sogenannten „Autobahngold“-Masche aufgetreten. Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche und gibt Tipps, um sich davor zu schützen.

Die Betrugsmasche im Detail

Bei der „Autobahngold“-Masche sprechen unbekannte Täter Autofahrer oder andere Fahrzeugführer oft auf Parkplätzen oder an Raststätten an. Sie geben vor, sich in einer finanziellen Notlage zu befinden und bieten vermeintlich wertvollen Schmuck oder Uhren als Pfand oder zum Tausch gegen Bargeld an. Tatsächlich handelt es sich dabei um wertlose Imitate, und die Täter verschwinden, sobald sie das Geld bekommen haben.

Aktuelle Fälle in der Oberpfalz

Im Bereich der Polizeiinspektion Vohenstrauß und der Grenzpolizeiinspektion Waidhaus wurden mehrere solcher Fälle aufgenommen:

Fall 1: Mitte März wurden zwei Lastkraftwagenfahrer im Bereich des Grenzübergangs Waidhaus von unbekannten Tätern angesprochen. Diese baten um Geld für Kraftstoff und gaben im Gegenzug zwei Mobiltelefone. Eines der Geräte war gefälscht, die Schachtel des anderen leer.

Fall 2: In Tschechien versuchten Täter auf einer Tankstelle, einen Deutschen zu betrügen. Sie boten ihm Goldschmuck oder ein Mobiltelefon als Gegenleistung zur Bezahlung ihres Tankvorgangs an. Der Mann erkannte den Betrugsversuch und ging nicht darauf ein.

Fall 3: In einem Supermarkt in Tschechien wurde ein 72-jähriger Deutscher von einer Person mit osteuropäischem Aussehen angesprochen. Neben einem Mobiltelefon bot der Täter auch Goldschmuck an. Der Unbekannte entwendete die getragene Kette des Senior während er ihm eine andere Kette anlegen wollte und flüchtete nach einer körperlichen Auseinandersetzung mit einem Auto.

Fall PI Schwandorf: Anfang April täuschte ein Täter bei Dietfurt einen 25-jährigen Autofahrer, indem er vorgab, dringend Geld für Benzin zu benötigen. Er bat um 100 Euro und ließ als Pfand eine Armbanduhr und einen Ring zurück, die sich später als wertlos erwiesen.

Präventionstipps der Polizei

  • Seien Sie misstrauisch gegenüber Personen, die auf Parkplätzen, Raststätten oder am Straßenrand Geld oder Wertgegenstände anbieten.
  • Kaufen oder tauschen Sie keine Schmuckstücke oder Uhren von unbekannten Personen – auch dann nicht, wenn die Geschichte glaubwürdig erscheint.
  • Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Sie auf solche Personen treffen oder andere Verkehrsteilnehmer angesprochen werden.
  • Notieren Sie Kennzeichen, Fahrzeugtyp und Beschreibung der beteiligten Personen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.
  • Warnen Sie ältere Angehörige oder Bekannte, die besonders häufig Ziel solcher Betrugsversuche sind.

Die Polizei Oberpfalz mahnt: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und handeln Sie besonnen. Echtes Gold gibt es nicht „am Straßenrand“ – geben Sie Betrügern keine Chance!

Veröffentlicht am 13. April um 14:18 Uhr

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Alfred Ingerl
Alfred Ingerl
Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.

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