Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West hat mit seiner Kontrollgruppe Poser und Tuner die fünfte Einsatzsaison gestartet, um gegen illegale Aktivitäten in der Autoposer- und Tuningszene vorzugehen.
Hintergrund und Gründung der Kontrollgruppe
Im Jahr 2021 wurde die spezialisierte Einheit aufgrund zunehmender Beschwerden der Öffentlichkeit und häufiger Polizeieinsätze ins Leben gerufen. Große Treffen der Szene führen häufig zu erheblicher Lärmbelästigung und unnötigem Fahrverkehr, was die Anwohner an bekannten Treffpunkten stark belastet. Gefährliche Fahrmanöver wie Burnouts und Drifts stellen zudem eine potenzielle Gefahr für unbeteiligte Verkehrsteilnehmer dar. Außerdem werden an den Fahrzeugen oft Umbauten vorgenommen, die deren Zulassungsfähigkeit infrage stellen.
Positive Resonanz und verstärkte Kontrollen
Die Maßnahmen der letzten Jahre werden insbesondere von den betroffenen Anwohnern positiv aufgenommen. Die verstärkte Polizeipräsenz und die konsequente Durchsetzung der Vorschriften finden großen Zuspruch. Die Szene vernetzt sich zunehmend, zieht auch Teilnehmer aus dem Ausland an und verlegt Treffpunkte oft kurzfristig. Die in Memmingen ansässige Kontrollgruppe ist gezielt geschult, illegale Fahrzeugveränderungen zu erkennen, und arbeitet eng mit Führerschein- und Zulassungsbehörden zusammen.
Ziele und Zukunftspläne
Im Sommer finden gemeinsam mit den zuständigen Polizeiinspektionen und den Einsatzzügen des Präsidiums gezielte Schwerpunktkontrollen statt. Ziel ist es, große Ansammlungen durch Polizeipräsenz bereits im Vorfeld zu verhindern, Verstöße zu unterbinden und getunte Fahrzeuge gründlich zu überprüfen.
Polizeivizepräsident Michael Haber, Leiter der Abteilung Einsatz, erklärt: „Die Präsenz der Kontrollgruppe hat in den vergangenen Jahren Wirkung gezeigt. Wir werden die nicht mehr tolerierbaren Auswüchse der Poser- und Tuningszene unterbinden und Verstöße konsequent verfolgen. Dazu gehören übermäßige Lärmbelästigung, illegale Fahrzeugumbauten und gefährliche Fahrmanöver. Leidenschaft für das Fahrzeug ja, Gefährdung anderer nein. Der öffentliche Raum ist dafür nicht der richtige Ort.“




