Der FC Memmingen reist heute zum Verfolgerduell nach Burghausen

Erneut ein „Verfolgerduell“ steht für den FC Memmingen im Auswärtsspiel der Fußball-Regionalliga an.

Der Tabellenvierte reist am Freitag (19 Uhr) zum Zweitplatzierten SV Wacker Burghausen. FCM-Trainer Stephan Baierl will aber Worte wie „Spitzenspiel“ oder „Gipfeltreffen“ gar nicht hören und verweist auf die vergangene Saison: „Wir wissen wo wir herkommen“. Gleichwohl brauchen sich die Memminger angesichts des bisherigen Laufs auch um den Begriff „Abstiegskampf“ keinerlei Gedanken machen, sondern können weiter frisch und befreit aufspielen.

Die Lage: Die bisher geholten 20 Punkte bedeuten für den FC Memmingen in Sachen Klassenerhalt praktisch schon die halbe Miete. Nun geht es darum, sich möglichst im vorderen Tabellendrittel festzusetzen, um unbeschwert die weiteren Aufgaben angehen zu können. Vergangene Saison sprang bei Wacker Burghausen nach anfänglichen Schwierigkeiten und einem Trainerwechsel am Ende noch Platz neun heraus. Heuer läuft es mit Wolfgang Schellenberg, dem ehemaligen Nachwuchsleiter von 1860 München, äußerst gut. Der FCM und Burghausen haben heuer einige Parallelen, zum Beispiel die Belastung mit den englischen Wochen durch den Pokal. Hier schied Wacker nach Elfmeterschießen gegen den Drittligisten SpVgg Unterhaching genauso knapp aus wie die Memminger beim 0:1 gegen 1860 München.

Der Gegner: Wacker Burghausen hatte sich vor zwei Jahren vom Profifußball verabschiedet, semiprofessionelle Strukturen hat der Verein aber immer noch. Bei Torjäger Sascha Marinkovic läuft es mit bislang zwei Saisontreffer noch nicht ganz so gut, aber die Stärke von Wacker Burghausen scheint heuer mit nur neun Gegentreffern in zehn Spielen die Defensive zu sein. Mit etwas müden Knochen aufgrund der Dauerbelastung der vergangenen Wochen sprang zuletzt nur ein 0:0 beim TSV 1860 Rosenheim heraus.