Der Spielehersteller Ravensburger plant eine eigene Ladenkette. „20 bis 25 neue Filialen sind denkbar in den kommenden Jahren“, sagte der Finanzvorstand Hanspeter Mürle der „Welt am Sonntag“ an. Standorte sollten Einkaufszentren sein, Outlet-Center, Flughäfen oder kleine Städte ohne eigenen Spielwarenhandel.

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„Wir wollen damit die Marke Ravensburger für die Konsumenten erlebbar machen“, so der Finanzvorstand weiter. Er stelle sich die Läden als eine Mischung aus Verkaufsraum und Spielzimmer vor. Der größte deutsche Hersteller von Brettspielen und Puzzles wolle näher an die Kunden rücken, um über den direkten Kontakt Anregungen für neue Produkte und Weiterentwicklungen zu bekommen.

Erste Erfahrungen hat der Hersteller schon gesammelt: Ende 2018 betrieb Ravensburger neun Geschäfte in Deutschland, in Österreich und der Schweiz. Die meisten davon befinden sich in Outlets, wo mit hohen Preisnachlässen verkauft wird. Im Spielwaren-Einzelhandel hatte es zuletzt Umsatzeinbrüche und Ladenschließungen gegeben. Insolvenzen von Ketten wie Toys „R“ Us, La Grande Récré oder Top-Toy haben die Umsätze weltweit gedrückt.

In Deutschland musste der niederländische Händler Intertoys seine 23 Filialen schließen. Auch das Sterben der inhabergeführten Geschäfte hält an. „Die Konzentration im Handel nimmt zu“, sagte Mürle der „Welt am Sonntag“. Damit bezog sich der Ravensburger-Finanzvorstand unter anderem auf die Fusionen von Kaufhof und Karstadt und der Buchhändler Thalia und Mayersche, die auch Spielzeug verkaufen.

Sie könnten die Zahl ihrer Filialen reduzieren.