Rentner in Germering durch Schockanruf um 50.000 Euro betrogen – Polizei sucht Zeugen

Alfred Ingerl
2 Minuten Lesezeit

Germing – Am 3. Juni 2026 wurde ein Rentner in Germering Opfer eines perfiden Schockanrufs. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht jetzt nach Zeugen und Hinweisen.

So lief der Betrug ab

Der Betrug begann mit einem Anruf gegen 13 Uhr. Eine unbekannte Frau gab sich als Tochter des Seniors aus. Anschließend übernahm eine vermeintliche Krankenhausmitarbeiterin den Anruf und drängte den Rentner dazu, eine große Summe Bargeld bereitzustellen. Sie behauptete, die Tochter benötige dringend teure Medikamente aufgrund einer schweren Krankheit.

Abholer erbeutet Bargeld und Gold

Gegen 13:30 Uhr erschien ein Abholer am Wohnsitz des Germeringers. In einer braunen Papiertüte nahm er Bargeld und Goldbarren im Gesamtwert von etwa 50.000 Euro in Empfang. Erst später bemerkte der Senior den Betrug und erstattete Anzeige bei der Polizei.

Täterbeschreibung und Zeugenaufruf

Der Abholer wird folgendermaßen beschrieben: männlich, etwa 190 cm groß, circa 45 Jahre alt mit kräftiger Statur, schwarzem Vollbart und zurückgegellten nackenlangen schwarzen Haaren. Er sprach gebrochen Deutsch und war mit dunkler Jeans und dunkelbraunem Parker bekleidet.

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Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck ersucht Zeugen, die im Bereich der Bushaltestelle Schillerstraße verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 08141/6120 zu melden.

So schützen Sie sich vor Betrug

  • Trennen Sie das Gespräch, wenn Sie unsicher sind und sich unter Druck gesetzt fühlen.
  • Die Polizei ruft nie unter der Notrufnummer 110 an. Nutzen Sie bei Unsicherheit die Nummer 110 für einen direkten Anruf, aber nicht die Rückruftaste.
  • Kontaktieren Sie den vermeintlich betroffenen Verwandten über die Ihnen bekannte Nummer.
  • Sprechen Sie nicht über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse am Telefon.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte.
  • Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder wählen Sie den Notruf 110.
  • Informieren Sie Angehörige über diese Betrugsmasche und warnen Sie sie.
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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.