Rund 170 Wechselkröten in Augsburg ausgewildert

Ausgewilderter Hüpferling der Wechselkröte. Autor: Peter Bretschneider
Presse Augsburg
3 Minuten Lesezeit

Die Wechselkröte gehört in Bayern zu den am stärksten bedrohten Amphibienarten. Gemeinsam wollen der LBV und der Zoo Augsburg das Überleben der seltenen Tiere sichern. Jetzt wurden rund 170 junge Wechselkröten ausgewildert.

Ausgangspunkt war ein kleines Gewässer in einem LBV-Schutzgebiet, das auszutrocknen drohte. Ehrenamtliche fanden dort zahlreiche Kaulquappen. Ein Teil wurde auf andere Gewässer verteilt, weitere Tiere kamen mit behördlicher Genehmigung zur Aufzucht in den Zoo Augsburg.

Dort entwickelten sie sich zu jungen Kröten. Das frühe Entwicklungsstadium gilt als besonders gefährlich. Die Aufzucht im Zoo sollte ihre Überlebenschancen erhöhen.

Neues Zuhause im Schutzgebiet

Nach ihrer Entwicklung wurden rund 170 Wechselkröten gemeinsam von LBV und Zoo in einem Schutzgebiet ausgewildert. Der LBV hatte dort zuvor Verstecke geschaffen und den Lebensraum entsprechend vorbereitet.

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„Ich freue mich natürlich, wenn wir hier als Zoo unserer Aufgabe gerecht werden“, sagt Zoodirektor Dr. Philipp Wagner. Der Schutz von Lebensräumen und die Aufzucht außerhalb der Natur müssten seiner Ansicht nach stärker kombiniert werden.

Wechselkröte vom Aussterben bedroht

Der Bestand der Wechselkröte ist in Bayern stark zurückgegangen. In Schwaben gibt es nur noch ein bekanntes Vorkommen im Landkreis Aichach-Friedberg. Eine wichtige Ursache ist der Verlust kleiner, zeitweise wasserführender Gewässer. Dürre und steigende Temperaturen lassen diese Laichgewässer zudem immer früher austrocknen.

Günter Hansbauer, Leiter der AG Amphibien des LBV Augsburg, betont: „Natürlich ist es wichtig wieder mehr Lebensraum für die Wechselkröte zu schaffen und diese Lebensräume zu vernetzen.“

Zusammenarbeit soll fortgesetzt werden

Die Kooperation zwischen LBV und Zoo soll auch künftig eine wichtige Rolle spielen. Während der LBV die Lebensräume verbessert, kann der Zoo durch Aufzucht und Nachzucht zur Stabilisierung der Population beitragen.

Auch Zoo-Mitarbeiter Peter Bretschneider freut sich über den Erfolg: „Ich habe mich in den letzten Wochen täglich um die Kaulquappen gekümmert und freue mich, dass wir als Zoo hier unseren Beitrag leisten können.“

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Für Umweltreferent Frank Pintsch könnte das Projekt langfristig auch für Augsburg Bedeutung bekommen: „Auch in Augsburg gab es Vorkommen der Wechselkröte und vielleicht bekommen wir so die Chance diese Art wieder bei uns anzusiedeln.“

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Newsdesk der Presse Augsburg Medien-Redaktion.