Sozialorganisationen warnen vor Hitzegefahren für Obdachlose

DTS Nachrichtenagentur
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Angesichts der Extremhitze in diesem Sommer hat die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Wohnungslosenhilfe vor lebensgefährlichen Folgen für Obdachlose gewarnt.

Gedenken für verstorbene Obdachlose (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

“Wer auf der Straße lebt, trägt das höchste Risiko bei Extremhitze”, sagte Geschäftsführerin Sabine Bösing der “Rheinischen Post” (Freitagausgabe). “Ohne Zugang zu Wasser, Schatten oder kühlen Räumen sind wohnungslose Menschen der extremen Hitze schutzlos ausgeliefert.”

Viele litten bereits unter Vorerkrankungen, die durch die Hitze weiter verschärft würden, erklärte Bösing. Neben Akuthilfen brauche es daher den Schutz von kühlem Wohnraum. Hitzeschutz dürfe keine Kür sein, sondern müsse eine verbindliche Pflichtaufgabe von Staat und Kommunen werden.

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Auch der Sozialverband Deutschland (SoVD) forderte mehr Hitzeschutz. “Die erschreckend hohe Zahl von fast 12.000 Hitzetoten zeigt, dass Deutschland auf extreme Hitze nicht ausreichend vorbereitet ist”, sagte SoVD-Chefin Michaela Engelmeier der “Rheinischen Post” (Freitagausgabe).

Besonders gefährdete Menschen bräuchten verlässlichen Schutz, mahnte sie. Länder und Kommunen müssten flächendeckende Hitzeaktionspläne umsetzen, und der Bund müsse mit verbindlichen Standards, dauerhafter Förderung und einer gemeinsamen Finanzierung Verantwortung übernehmen.

Die Hitzewelle Ende Juni hat deutlich mehr Menschenleben gekostet als zunächst angenommen. Nach neuen Berechnungen des Robert-Koch-Instituts starben allein in einer Woche rund 9.600 Menschen hitzebedingt. Hitzewellen werden durch die globale Erwärmung stärker und wahrscheinlicher. Der Effekt wird weiter verstärkt, solange zusätzliche Treibhausgase etwa durch das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas in die Atmosphäre gebracht werden.

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Autor dieses Artikel ist unser Partner, die dts Nachrichtenagentur.