Warnung: In Neumarkt vermehrt Callcenter-Betrug und falsche Polizeianrufe

Alfred Ingerl
2 Minuten Lesezeit

Betrügerische Anrufe: Polizei warnt vor falschen Beamten und Schockanrufen in Neumarkt

Seit dem frühen Nachmittag werden in Neumarkt immer wieder betrügerische Telefonanrufe gemeldet. Die Täter geben sich am Telefon beispielsweise als Polizeibeamte, Staatsanwälte oder als verzweifelte Angehörige aus und setzen die Angerufenen gezielt unter Druck, um Bargeld oder Wertgegenstände zu erlangen. Besonders ältere Menschen stehen offenbar im Fokus der Betrüger.

Beliebte Maschen der Täter

Eine bei den Anrufen verwendete Taktik ist die Masche der „falschen Polizeibeamten“: Die Täter behaupten, in der Nachbarschaft seien Einbrecher festgenommen worden und bei diesen seien Zettel mit den Personalien der Angerufenen gefunden worden. Um die Wertsachen vor weiteren Einbrüchen zu schützen, sollen die Betroffenen dem angeblichen Polizeibeamten Geld oder Wertgegenstände übergeben.

Eine andere Variante ist der sogenannte Schockanruf. Hier meldet sich zunächst eine vermeintlich verzweifelte Angehörige oder ein Angehöriger. Kurz darauf übernimmt ein angeblicher Polizist oder Staatsanwalt das Gespräch und erklärt, dass ein Sohn oder eine Tochter einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem eine Person ums Leben kam. Um eine angebliche Haft zu verhindern, werde eine hohe Geldsumme als „Kaution“ verlangt.

Hinweise der Polizei zum Schutz vor Anrufen

Das Polizeipräsidium Oberpfalz warnt eindringlich vor diesen Betrugsmaschen und gibt praktische Verhaltensregeln: Legen Sie bei solchen Gesprächen sofort auf und wählen Sie selbstständig die 110, um bei der Polizei nachzufragen, ob die Angaben des Anrufers stimmen. Die Polizei fordert niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände.

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Weitere Ratschläge der Polizei: Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an Fremde, lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und rufen Sie nicht über die am Telefon angezeigte Nummer zurück, da Täter mit Call-ID-Spoofing falsche Nummern einblenden können. Die 110 erscheint bei echten Polizeianrufen niemals im Display.

Zusätzlich empfiehlt die Polizei, ein persönliches Codewort mit Angehörigen zu vereinbaren, das im Ernstfall echte Notrufe von Betrugsversuchen unterscheiden hilft. Um die gezielte Auswahl älterer Personen über Einträge im Telefonbuch zu erschweren, rät die Polizei, den Telefonbucheintrag löschen zu lassen oder zumindest Vornamen und Adresse entfernen zu lassen.

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.