Spannender Auftakt der Vierschanzentournee in Oberstdorf: Prevc triumphiert – Hoffmann jubelt dank Disqualifikation

Vor 25.500 Zuschauern im ausverkauften Stadion am Schattenberg ist das Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf zu einem packenden Wettkampf geworden. Domen Prevc bestätigte seine überragende Form und gewann souverän. Aus deutscher Sicht sorgte Felix Hoffmann mit einem Podestplatz für Begeisterung – auch aufgrund einer umstrittenen Disqualifikation. Auch der Oberstdorfer Philipp Raimund konnte ein starkes Ergebnis einspringen.

Der Slowene Domen Prevc setzte seine beeindruckende Erfolgsserie fort. Mit Sprüngen auf 141,5 und 140 Meter holte sich der 25-Jährige seinen bereits sechsten Weltcupsieg in dieser Saison und legte damit die Grundlage für den Kampf um den Tourneesieg. Seine Stabilität in beiden Durchgängen und die hohe Sprungqualität machten ihn zum verdienten Sieger des Abends.

Der Österreicher Daniel Tschofenig meldete sich pünktlich zum Tourneebeginn in starker Verfassung zurück. Nach zuletzt wechselhaften Ergebnissen sprang er 132 und 134 Meter weit und belegte Rang zwei, 17,5 Punkte hinter Prevc.

Deutscher Podestjubel nach Disqualifikation

Große Freude herrschte im deutschen Team: Felix Hoffmann wurde vor heimischem Publikum am Ende Dritter. Zunächst lag der DSV-Adler nach zwei konstanten Sprüngen noch auf dem vierten Platz. Doch der Slowene Timi Zajc, der punktgleich mit Tschofenig auf Position zwei gelegen hatte, wurde nach den erneut verschärften Materialkontrollen disqualifiziert – sein Sprunganzug war am Bein um drei Millimeter zu weit.

Der amtierende Deutsche Meister rückte dadurch auf das Podium vor und nahm strahlend an der Siegerehrung tei.

Auch der Oberstdorfer Philipp Raimund profitierte von der Entscheidung. Mit Sprüngen auf 136 und 133 Meter belegte er einen starken fünften Platz und bestätigte seine aufsteigende Form.

Insgesamt war es aber ein durchwachsener Tag für die Adler. Neben den beiden Topqualifizierten konnte sich kein weiterer Deutscher für das Finale der besten 30 Springer qualifizieren. Beim DSV hofft man auf eine Besserung beim zweiten Tourneestopp in Garmisch-Partenkirchen. Die Qualifikation für das Neujahrsspringen findet noch am Silvestertag statt.

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