Die Streetworker des Stadtjugendrings (SJR) setzen sich aktiv für junge Menschen in Augsburg ein. Auch auf dem Augsburger Plärrer sind Streetwork-Teams im Einsatz und für Jugendliche auf dem größten Volksfest in Schwaben ansprechbar. Sie ziehen nach den ersten Einsätzen am Osterwochenende eine sehr positive Bilanz.

Beim diesjährigen Osterplärrer kommen wieder Jugendliche aus allen Richtungen und Stadtteilen zusammen. Die Streetworker des Stadtjugendrings sind an den Wochenenden und Familientagen auf dem Plärrer präsent. Ein Fokus liegt auf der Prävention von Konflikten aber auch die alltägliche Arbeit als Streetworker kommt nicht zu kurz: offen auf
Jugendliche zugehen, ihnen zuhören, bei Bedarf Unterstützung leisten oder Teilhabe ermöglichen.
Die Streetworker des SJR berichten von positiven Erfahrungen während ihrer bisherigen Einsätze auf dem Plärrer. Die Jugendlichen zeigen sich sehr aufgeschlossen und freuen sich darauf, Zeit auf dem Volksfest zu verbringen. „Die Stimmung ist ausgelassen. Wir sind sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf. Wir erleben eine große Offenheit seitens der Jugendlichen“, so Paul Wanninger, Streetworker des SJR. Alkohol sei bisher kein Thema bei den jungen Besuchern. Ein größeres Thema sei der Jugendschutz auf dem Gelände. Personen unter 16 Jahren müssen das Plärrer-Gelände um 20 Uhr verlassen. „Das verstehen nicht alle Jugendlichen. Da hilft es, wenn wir erklären und sensibilisieren. So können wir mit unserer Arbeit im Bedarfsfall frühzeitig Konflikte verhindern, indem wir präventiv eingreifen“, sagt ein Streetworker des SJR. Bisher sei dies aber gar nicht notwendig gewesen.
Für junge Menschen ist der Plärrer ein zentrales Großereignis, aber nicht alle können daran gleichermaßen teilhaben. „Ökonomische Unterschiede können wir nicht ausgleichen, aber mit unserer Arbeit einen Beitrag dazu leisten, dass auch benachteiligte Jugendliche eine Runde im Autoscooter drehen können.“ so Klara Banowski, Streetworkerin des SJR. Ohne die Unterstützung der Stadt Augsburg, dem Schaustellerverband und einzelnen Fahrgeschäftbetreibern wäre das allerdings nicht möglich. Seit vielen Jahren bekommen die Streetworker teilweise Fahrtchips, z. B. für die Autoscooter, zur Verfügung gestellt, um sie an die jungen Menschen weitergeben zu können.
„Der SJR setzt sich dafür ein, dass Jugendliche sich auf dem Plärrer sicher und willkommen fühlen können, und wird auch in Zukunft präsent sein, um sie zu unterstützen und zu fördern,“ so Marlene Mechold, Vorsitzende des SJR. Sie sieht gerade bei einem Volksfest wie dem Plärrer die Notwendigkeit, Jugendlichen im öffentlichen Raum Platz einzuräumen und sie als wichtigen Bestandteil unserer Gesellschaft anzuerkennen. „Es ist entscheidend, dass Jugendliche die Möglichkeit zur Entfaltung erhalten und sich als Teil unserer Gemeinschaft fühlen können. Dafür stehen wir als SJR tagtäglich ein.“

