Tierärzte fordern bundesweite Kastrationspflicht für Katzen

DTS Nachrichtenagentur
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Die Bundestierärztekammer (BTK) fordert eine bundesweite Kastrationspflicht für Katzen. “Freilebende Katzenpopulationen sind in Deutschland seit vielen Jahren ein erhebliches Tierschutzproblem”, sagte BTK-Präsident Holger Vogel der “Rheinischen Post”. Ein wesentlicher Faktor sei dabei der stetige Nachwuchs durch unkastrierte Freigängerkatzen aus Privathaushalten. Deswegen reiche es nicht aus, nur die Straßenkatzen zu kastrieren.

Katze (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Aktuell sind Katzenschutzverordnungen Ländersache. “In der Praxis entsteht dadurch jedoch ein Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen. Die Erfahrungen zeigen aus unserer Sicht, dass diese Lösung nur bedingt zum Erfolg führt”, kritisierte Vogel. Eine bundesweit einheitliche Regelung wäre deshalb der konsequentere und auch leichter vermittelbare Weg. Diese müsse “zwingend mit einer Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht verbunden werden”. Nur so ließen sich Tiere eindeutig ihren Haltern zuordnen und entsprechende Vorgaben auch wirksam umsetzen.

Auch der Deutsche Tierschutzbund ist für eine solche Kastrationspflicht. Sie sei “der wirksamste Hebel, um das Leid der Millionen Straßenkatzen in Deutschland langfristig einzudämmen”, sagte Thomas Schröder, Präsident des Tierschutzbundes, der “Rheinischen Post”. Solange unkastrierte Freigängerkatzen Nachwuchs zeugen, würden immer neue Tiere auf der Straße geboren, die unter Hunger, Krankheiten, Parasiten und Verletzungen leiden oder bereits als Kitten sterben. Schröder fuhr fort: “Dieses Leid ist weder neu noch unvermeidbar – es ist die Folge politischen Nichthandelns. Die Bundesregierung muss deshalb endlich eine bundesweite Kastrationspflicht für Freigängerkatzen einführen.”

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Mit Blick auf die Umsetzung einer solchen Pflicht sagte Schröder: “Gleichzeitig braucht es eine verlässliche finanzielle Unterstützung für Tierschutzvereine und Tierheime, die Kastrationsaktionen bei Straßenkatzen durchführen und sich um die weitere Versorgung der Tiere kümmern. Es kann nicht sein, dass Tierschutzvereine diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe seit Jahren überwiegend ehrenamtlich und aus Spenden stemmen.”

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Autor dieses Artikel ist unser Partner, die dts Nachrichtenagentur.