14 Generalstaatsanwälte verklagen TikTok wegen Risiken für die psychische Gesundheit von Kindern

Eine parteiübergreifende Gruppe von 14 Generalstaatsanwälten aus den USA hat Klage gegen TikTok eingereicht und behauptet, die Social-Media-Plattform schade der psychischen Gesundheit junger Menschen. In der Klage werden die endlos scrollenden Inhalte von TikTok, die „Challenge“-Videos, die angeblich zu gefährlichen Aktivitäten anregen, und die Push-Benachrichtigungen zu später Stunde kritisiert.




In der Klage, die von der New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James und dem kalifornischen Generalstaatsanwalt Rob Bonta mitverfasst wurde, heißt es, dass junge Menschen „süchtig“ nach der Plattform sind. „Wir sind stolz auf die Arbeit, die wir zum Schutz von Jugendlichen geleistet haben, und wir werden unser Produkt auch weiterhin aktualisieren und verbessern. Wir bieten robuste Schutzmaßnahmen, entfernen proaktiv mutmaßliche minderjährige Nutzer und haben freiwillig Sicherheitsfunktionen eingeführt“, so ein Sprecher von TikTok in einer Erklärung. Ein Bericht der US-amerikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention (Centers for Disease Control and Prevention) hat ergeben, dass amerikanische Teenager, die häufig soziale Medien nutzen, tendenziell mehr negative Gefühle und Situationen erleben. Die Ergebnisse zeigten auch, dass 43 % der High-School-Schüler, die häufig soziale Medien nutzen, eher zu anhaltenden Gefühlen von Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit neigen. TikTok sah sich in letzter Zeit mit weiteren rechtlichen Herausforderungen konfrontiert, darunter eine Klage des US-Justizministeriums wegen der angeblich unrechtmäßigen Erfassung von Kinderdaten sowie Klagen mehrerer Bundesstaaten. Außerdem droht der Plattform, die dem chinesischen Unternehmen Bytedance gehört, ein Verbot auf allen Geräten in den USA. Im April 2024 unterzeichnete Präsident Joe Biden den „Protecting Americans from Foreign Adversary Controlled Applications Act“ (Gesetz zum Schutz von Amerikanern vor vom Ausland kontrollierten Anwendungen), das bis Mitte Januar 2025 die Sicherung des amerikanischen Eigentums vorschreibt. US-Gesetzgeber befürchten, dass TikTok sensible Nutzerdaten an die chinesische Regierung weitergeben könnte, während TikTok argumentiert, dass diese Behauptungen das Recht der US-Nutzer auf Zugang und Austausch von Informationen nach dem ersten Verfassungszusatz verletzen.

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