Donald Trump hat die NATO aufgefordert, die USA bei der Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu unterstützen. Sollte das Bündnis sich nicht beteiligen, drohe ihm eine „sehr schlechte Zukunft“, erklärte Trump in einem Interview mit der Financial Times.
Der US-Präsident argumentierte, es sei nur fair, dass Staaten, die wirtschaftlich von diesem wichtigen Seeweg profitieren, auch Verantwortung für dessen Sicherheit übernehmen. Die Straße von Hormus zählt zu den bedeutendsten Handelsrouten für den weltweiten Öltransport.
Mehrere Länder reagierten jedoch zurückhaltend auf die Forderung aus Washington. Dazu gehören auch NATO-Mitglieder wie Vereinigtes Königreich und Deutschland.
Der deutsche Außenminister Johann Wadephul schloss eine Beteiligung Deutschlands an einem möglichen Marineeinsatz in der Straße von Hormus zunächst aus. In einem Interview mit der ARD erklärte er, aktuell sehe er keine unmittelbare Notwendigkeit für einen solchen Einsatz. Zudem müssten Deutschland und Europa zunächst stärker in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden.
Wadephul forderte außerdem von den USA und von Israel detailliertere Informationen über die militärischen Ziele sowie über das weitere Vorgehen im Konflikt.
Unterdessen beraten die Außenminister der Europäische Union heute in Brüssel über die angespannte Lage im Nahen Osten sowie über den amerikanisch-israelischen Krieg gegen Iran.



