Im Rahmen der Akademischen Jahresfeier reflektierte die Präsidentin der Universität Augsburg in ihrer Festrede Phänomene wie die Fälschung der Hitler-Tagebücher oder die Machenschaften von Claas Relotius und fragte nach dem Verhältnis von Fälschungen, Fakten und Faktizität. Die dynamische Weiterentwicklung der Augsburger Universität mit konstant hohen Studierendenzahlen, einem breiten Fächerspektrum und dem Aufbau der Augsburger Universitätsmedizin lobte der ebenfalls anwesende Bayerische Wissenschaftsminister Bernd Sibler (siehe eigener Beitrag) in seinem Grußwort. Außerdem wurden Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler sowie engagierte Studierende für ihre Leistungen mit Preisen der Gesellschaft der Freunde der Universität Augsburg ausgezeichnet.

Pressebild-Dies-Uni-Augsburg-2019-DSC_0266_Bernd-Sibler_-Sabine-Doering-Manteuffel_thumb Wissen statt "Fake News" - Augsburg Uni-Präsidentin betont Rolle der Universitäten Augsburg Stadt Campus News Bernd Sibler Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel Uni Universität Augsburg | Presse Augsburg
Staatsminister Bernd Sibler und Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel, Präsidentin der Universität Augsburg. Foto: Klaus Satzinger-Viel

Fakten und Faktizität anstelle von Fälschungen

„Alle Welt spricht nicht etwa von Fälschungen, sondern von Fakten und Faktizität. Wir finden den Begriff in den Rechtswissenschaften genauso wie in der Philosophie und neuerdings im Alltagsjargon vor allem der Medien – eben auch gerade jener Medien, die uns vorgeführt haben, dass sie besonders anfällig für Unwahrheiten sein können, wenn es ihnen nur genügend Leseraufmerksamkeit verspricht“, so Präsidentin Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel in ihrem Vortrag. Bei ihrer Erklärung dieses Phänomens warf die Ethnologin auch einen Blick zurück auf die Zeit Ende des 17. Jahrhunderts, als sich Geschichten um Jenseitsreisen, Geister und Gespenster häuften und den Menschen als scheinbare Fakten Interpretationsmöglichkeiten ihres Daseins lieferten.