Zahlreiche historische Gebäude in Lindau nach Unwetter beschädigt – Sturmschäden sorgen für Sperrungen

Aufgrund des heftigen Gewitters, das am Donnerstagabend, den 24. August, über Lindau tobte, sind immer noch erhebliche Sturmschäden im gesamten Stadtgebiet zu verzeichnen. Zahlreiche historische Gebäude wurden beschädigt, Straßen und Wege im gesamten Stadtgebiet müssen weiter gesperrt bleiben.

Am Mangturm wird am Montagnachmittag das Dach auf Schäden untersucht. Foto: Stadt Lindau

In den vergangenen Tagen wurden durch den Sturm zahlreiche historische Gebäude in Lindau in Mitleidenschaft gezogen. An Gebäuden wie dem Stadttheater, dem Mangturm, dem ehemaligen Hautzollamt, der Luitpold-Kaserne, dem Alten Rathaus, dem Hoyerbergschlößle und der Schiffswerfte wurden viele Dachziegel abgedeckt. Dadurch dringt Regen in die Gebäude ein. Das Bauamt der Stadt Lindau arbeitet gemeinsam mit externen Partnern daran, erste Sicherungsmaßnahmen zu treffen und Notreparaturen durchzuführen. Ziel ist es, einerseits die öffentlichen Wege zu schützen und andererseits Folgeschäden an den Gebäuden zu vermeiden. In den kommenden Tagen wird das Bauamt eine Drohne einsetzen, um eine Gesamtübersicht über die Schäden zu erhalten und diese zu kontrollieren. Eine genaue Schadenssumme kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beziffert werden, jedoch geht die Stadt von einem erheblichen Sachschaden aus.

Aufräumarbeiten durch Dauerregen erschwert

Die Aufräumarbeiten im Stadtgebiet sind nach wie vor im Gange. Die Mitarbeiter der GTL haben das gesamte Wochenende über hart gearbeitet, um beispielsweise Bäume zu sichern und Wege freizumachen. Der anhaltende Regen erschwert die Aufräumarbeiten zusätzlich. Die Baumpfleger können aufgrund der Witterungsbedingungen nicht wie geplant in die Bäume klettern, um diese zu überprüfen. Es wird daher noch einige Tage dauern, bis alle Straßen, Wege und Anlagen wieder sicher betreten werden können. Es ist auch zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich, eine endgültige Schadenshöhe anzugeben.

Die Mitarbeitenden der Garten- und Tiefbaubetriebe (GTL) der Stadt Lindau sind im Dauereinsatz, um Bäume zu sichern und Wege freizuräumen. Foto: Stadt Lindau

Einige Straßen, Fuß- und Radwege sowie Anlagen bleiben weiterhin gesperrt. Die Aufräumarbeiten gestalten sich aufgrund des Starkregens zusätzlich schwierig. Der Campingplatz in Lindau-Zech hat mittlerweile seine Tore wieder geöffnet.

Folgende Straßen, Fuß- und Radwege sowie Anlagen im Lindauer Stadtgebiet sind Stand Montag, den 28. August, 14:30 Uhr, noch immer nicht passierbar.

Gesperrte Straßen, Fuß- und Radwege im Lindauer Stadtgebiet:

  • Gassen am Rathausplatz
  • Bereich um den Mangturm
  • Gruberweg Fußweg
  • Ladestraße Fußweg
  • Fraunhoferstraße
  • Leiblach-Damm Geh- und Radweg
  • Max-Halbe-Weg inkl. Spielplatz

 Gesperrte Anlagen im Lindauer Stadtgebiet:

  • Minigolf- und Kneippanlage Alpengarten
  • Posterholungsheim
  • Im Wäsen

Teilweise freigegebene Anlagen:

  • Stadtgarten und Oskar Groll Anlage
  • Bahndamm
  • Sportanlage: Stadion Bolzplatz

Alle anderen Anlagen und Straßen sind nun wieder zugänglich. Dennoch sollten Sie auch in den freigegebenen Bereichen weiterhin vorsichtig sein. Der anhaltende Regen erhöht das Risiko von herabfallenden Ästen. Wir möchten nochmals darauf hinweisen, dass das Betreten der abgesperrten Bereiche verboten ist. Hier besteht eine erhebliche Verletzungsgefahr. Zudem kann es aufgrund des Starkregens zu Behinderungen durch überlaufende Straßeneinläufe kommen. Die Mitarbeiter der GTL sind dabei, diese nach und nach zu reinigen.

Betroffener Campingplatz kann wieder öffnen

Der Campingplatz in Lindau-Zech hat seine Tore wieder geöffnet und der Betrieb läuft größtenteils reibungslos. Die meisten Schäden, die durch das Unwetter am Wochenende entstanden sind, konnten wie geplant behoben werden. Lediglich einige umgestürzte Bäume müssen noch von ihren Wurzeln befreit werden. Ansonsten sind alle Stellplätze wieder vollständig nutzbar. Aufgrund des Unwetters musste der Campingplatz am Donnerstagabend evakuiert werden und die etwa 800 Gäste wurden für eine Nacht in der Inselhalle untergebracht. Die genaue Höhe des entstandenen Schadens kann derzeit noch nicht beziffert werden.

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