In der Nacht zum Mittwoch kam es am Nürnberger Hauptbahnhof zu einem Vorfall zwischen zwei syrischen Jugendlichen, bei dem die Bundespolizei Nürnberg Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet hat. Ein 18-Jähriger schlug einem 16-Jährigen mit einem Handy auf den Hinterkopf und fügte ihm eine Platzwunde zu. Der verletzte Jugendliche lehnte jedoch eine Behandlung durch den herbeigerufenen Rettungsdienst ab.
Worte und Schläge auf dem Bahnsteig
Der Konflikt entbrannte auf Bahnsteig 1, als sich die Jugendlichen gegen 00:15 Uhr auf Arabisch beleidigten und danach körperlich aneinandergerieten. Die Auseinandersetzung endete, bevor die alarmierte Bundespolizei eintraf. Beide Jugendlichen sowie zwei Zeugen im Alter von 17 und 21 Jahren wurden zur Dienststelle gebracht.
Ermittlungen und Konsequenzen
Auf Anordnung eines Staatsanwalts wurde dem 16-Jährigen eine Blutprobe entnommen, da er angab, Drogen konsumiert zu haben. Er wurde danach in eine Jugendschutzeinrichtung gebracht. Der 18-Jährige und die Zeugen konnten die Dienststelle wieder verlassen. Der 18-Jährige ist bereits wegen anderer Delikte polizeibekannt, darunter Bedrohung und sexuelle Belästigung. Während gegen den 16-Jährigen wegen Körperverletzung ermittelt wird, laufen gegen den 18-Jährigen Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung.

