Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West warnt vor erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen am Samstag, den 30. Mai 2026. Grund dafür ist eine angemeldete Versammlung in der Nähe der Brennerautobahn in Tirol, die zu umfangreichen Verkehrsbeschränkungen führen wird. Die Polizei rät von nicht zwingend erforderlichen Fahrten in Richtung Tirol an diesem Tag ab.
Auswirkungen auf das Straßennetz
Die österreichischen Behörden werden Maßnahmen wie die Aktivierung von Dosierampeln und möglicherweise eine Blockabfertigung am Grenztunnel Füssen ergreifen, was zu erheblichen Beeinträchtigungen im grenzüberschreitenden Verkehr führen wird. Besonders im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West wird es zu starken Rückstaus und Verkehrsüberlastungen kommen. Insbesondere ist die Autobahn A7 zwischen Füssen und Oy-Mittelberg betroffen.
Zusätzlich wird der Verkehr großräumig über die A96 in Richtung Lindau umgeleitet, was die Situation auf dieser Strecke weiter verschärft. Verkehrsteilnehmer sollten darauf gefasst sein, dass auch Ausweichstrecken stark belastet sein werden und keine verlässliche Alternative bieten.
Einschätzungen und Maßnahmen der Landkreise
Die Landkreise Ostallgäu, Oberallgäu und Lindau stehen in engem Austausch mit der Polizei, um die Verkehrslage bestmöglich zu meistern. Der Ostallgäuer Landrat Bernd Stapfner äußert sich stellvertretend: „Da auf österreichischer Seite mit der Aktivierung der Dosierampeln und gegebenenfalls auch einer Blockabfertigung am Grenztunnel zu rechnen ist, muss insbesondere auf der A7 im Ostallgäu mit einem erheblichen Staugeschehen gerechnet werden. Neben Rückstaus auf der Autobahn droht dadurch vor allem im Raum Füssen und Nesselwang eine massive Verkehrsbelastung.“
Bereits im Vorfeld haben sich die Landkreise mit dem Polizeipräsidium Schwaben Süd/West und den Feuerwehren intensiv abgestimmt. Stapfner ergänzt: „Wir bereiten uns gemeinsam auf eine außergewöhnliche Verkehrslage vor. Unser Ziel ist es, im Bedarfsfall schnell und abgestimmt zu handeln und die Belastungen für die Menschen im Ostallgäu so gering wie möglich zu halten.“
Einsatzkräfte vor Ort
Um mit der Verkehrslage flexibel umgehen zu können, wird die Polizei mit verstärkter Präsenz vor Ort sein. Die Einsatzkräfte werden lageabhängige Maßnahmen ergreifen, um den Verkehrsfluss zu steuern und die Sicherheit zu gewährleisten. Zudem stehen Einsatzkräfte der Feuerwehr bereit, die bei Bedarf sofort alarmiert werden können, um unterstützend tätig zu werden.
In einem gemeinsamen Appell bitten das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West sowie die Landratsämter Ostallgäu, Oberallgäu, Lindau und die Kreisbrandinspektionen darum, nicht zwingend notwendige Fahrten in Richtung Tirol zu vermeiden. Sie sollten Fahrten sorgfältig planen und, wenn möglich, auf andere Tage oder weiträumige Strecken ausweichen. Verkehrsteilnehmer sollten sich auf längere Wartezeiten einstellen und ausreichend Getränke sowie Verpflegung mitführen, da hohe Temperaturen erwartet werden.
Verkehrsteilnehmer werden gebeten, ihre Reiseplanung entsprechend anzupassen, auf nicht notwendige Fahrten zu verzichten oder auf einen anderen Zeitpunkt auszuweichen. Auch Ausweichrouten, besonders in Richtung Lindau und Salzburg, werden nach derzeitiger Einschätzung stark ausgelastet sein und keine zuverlässige Alternative darstellen.
Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West und die betroffenen Landkreise danken für das Verständnis und die Mithilfe, um die Belastungen für alle Beteiligten so gering wie möglich zu halten.

