Mehrere Gewaltdelikte haben am Wochenende die Bundespolizei an Münchner Bahnhöfen beschäftigt. In Pasing wurde ein 19-Jähriger schwer verletzt und war mehrere Minuten bewusstlos.
19-Jähriger nach Faustschlägen im Krankenhaus
In der Nacht auf Samstag, 24. Oktober, gerieten ein 30-Jähriger und ein 19-Jähriger gegen 2.25 Uhr am Bahnhof München-Pasing zunächst in einen verbalen Streit. Nach bisherigen Erkenntnissen schlug der Ältere dem Jüngeren mit der Faust ins Gesicht. Nachdem sich der 19-Jährige wieder aufgerichtet hatte, schlug der 30-Jährige erneut zu. Das Opfer stürzte abermals und verlor mehrere Minuten das Bewusstsein.
Der Tatverdächtige flüchtete anschließend in Richtung S-Bahn, wurde aber wenig später am S-Bahnhaltepunkt Karlsplatz (Stachus) gestellt. Der Verletzte kam mit Verdacht auf einen Kieferbruch und ein Schädel-Hirn-Trauma in ein Münchner Krankenhaus und blieb dort zur weiteren Behandlung. Ein Atemalkoholtest ergab beim 30-Jährigen 2,12 Promille, beim 19-Jährigen 2,54 Promille.
Der 30-Jährige beleidigte während der polizeilichen Maßnahmen zudem eine Bundespolizistin. Nach einer Blutentnahme wurde er zunächst in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht, später jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Bundespolizei ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und Beleidigung.
Angriff auf Bundespolizisten am Hauptbahnhof
Am frühen Sonntagmorgen, 25. Oktober, musste die Bundespolizei gegen 3.05 Uhr im Zwischengeschoss des Münchner Hauptbahnhofs gegen einen aggressiven 19-Jährigen einschreiten. Gegen den Deutschen war zuvor wegen eines anderen Vorfalls ein Platzverweis ausgesprochen worden. Weil er den Bahnhof nicht verließ, setzten die Beamten die Maßnahme zwangsweise durch.
Dabei sperrte sich der Mann und trat mehrfach gezielt in Richtung eines Beamten, ohne ihn zu treffen. Bei der anschließenden Durchsuchung auf der Dienststelle schlug er einem Bundespolizisten mit seinem Pullover ins Gesicht und traf ihn am Auge. Der Beamte hatte Schmerzen, benötigte aber keine medizinische Behandlung und blieb dienstfähig.
Der 19-Jährige soll die Einsatzkräfte außerdem wiederholt beleidigt haben. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde er nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I auf freien Fuß gesetzt. Gegen ihn wird wegen des Verdachts des tätlichen Angriffs auf und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie wegen Beleidigung ermittelt.
14-Jähriger in Pasing mit Pfefferspray verletzt
Am Sonntagnachmittag, 25. Oktober, kam es gegen 15.35 Uhr am Bahnhof München-Pasing zu einer weiteren Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen. Nach bisherigen Erkenntnissen waren zunächst zwei Personengruppen in einen Streit geraten. Dabei soll ein 18-jähriger ukrainischer Staatsangehöriger einem 14-jährigen syrischen Staatsangehörigen Pfefferspray ins Gesicht gesprüht haben. Der Jugendliche erlitt Rötungen und wurde zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht.
Der 18-Jährige hatte den Bahnhof vor dem Eintreffen der Bundespolizei verlassen. Seine Identität wurde im Zuge der ersten Ermittlungen festgestellt. Ein 17-jähriger ukrainischer Staatsangehöriger, der die Auseinandersetzung beobachtet hatte, wurde zur Klärung des Sachverhalts zur Dienststelle gebracht. Dort leistete er bei einer polizeilichen Maßnahme Widerstand. Wegen seines zunehmend aggressiven Verhaltens wurde er zur weiteren medizinischen Abklärung in eine Klinik gebracht.
In diesem Fall ermittelt die Bundespolizei wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung sowie des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.
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