VW-Chef Blume offenbar nicht über Audi-Auftritt bei Donald Trump informiert

Presse Augsburg
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Der Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner bei einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump sorgt innerhalb des Volkswagen-Konzerns offenbar für Unstimmigkeiten. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, waren weder VW-Konzernchef Oliver Blume noch der oberste Lobbyist des Unternehmens im Vorfeld über den Termin informiert worden.

Audi-Chef Gernot Döllner hatte am vergangenen Wochenende bei einer Wahlkampfveranstaltung von Donald Trump in den USA für Aufmerksamkeit gesorgt. Auf der Bühne kündigte er den Bau eines neuen Audi-Werks im US-Bundesstaat Georgia an. Bereits im kommenden Jahr soll der Spatenstich für die erste Produktionsstätte der Marke in den Vereinigten Staaten erfolgen.

Wie die WirtschaftsWoche unter Berufung auf Konzerninsider berichtet, soll Volkswagen-Chef Oliver Blume von dem Auftritt vorab nichts gewusst haben. Auch Thomas Steg, der als Cheflobbyist für die politische Kommunikation des VW-Konzerns verantwortlich ist, sei demnach nicht eingebunden gewesen.

Audi organisierte umstrittenen Auftritt offenbar eigenständig

Die Planung und Kommunikation rund um den Auftritt sollen damit weitgehend in der Verantwortung von Audi gelegen haben. Gerade bei einem politisch sensiblen Termin dieser Größenordnung wäre normalerweise eine Abstimmung mit der Konzernspitze und der zentralen politischen Kommunikation zu erwarten gewesen.

Innerhalb des Volkswagen-Konzerns wird der Auftritt inzwischen offenbar kritisch betrachtet. Zwar stehe die Konzernführung weiterhin hinter der Entscheidung, ein Audi-Werk in den USA zu errichten. Von der politischen Inszenierung der Ankündigung distanziere sie sich jedoch zunehmend, berichtet die WirtschaftsWoche.

Neues Audi-Werk in den USA geplant

Mit dem geplanten Produktionsstandort in Georgia will Audi seine Präsenz auf dem amerikanischen Markt ausbauen. Die Ankündigung einer eigenen US-Fabrik ist für den deutschen Automobilhersteller ein bedeutender strategischer Schritt.

Die Verbindung der Investitionsentscheidung mit einer Wahlkampfveranstaltung von Donald Trump hat allerdings eine politische Debatte ausgelöst. Insbesondere die Frage, weshalb die Volkswagen-Konzernführung offenbar nicht vorab über den Auftritt informiert wurde, dürfte innerhalb des Unternehmens für weiteren Gesprächsbedarf sorgen.

Ob Döllner tatsächlich ohne Abstimmung mit der Konzernspitze gehandelt hat, ist bislang nicht abschließend geklärt.

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