Bei Grenzkontrollen nahe Kiefersfelden hat die Bundespolizei zwei in Deutschland gesuchte Männer festgenommen. Ein 46-jähriger Georgier kam in die Justizvollzugsanstalt Bernau, ein 26-jähriger Ungar wurde in die Justizvollzugsanstalt Traunstein gebracht.
Der georgische Staatsangehörige war als Insasse eines italienischen Reisebusses unterwegs. Gegen den 46-Jährigen hatte das Amtsgericht Dortmund bereits 2021 wegen Fluchtgefahr einen Untersuchungshaftbefehl erlassen. Er gilt demnach als dringend tatverdächtig, an einem besonders schweren Diebstahl beteiligt gewesen zu sein.
Außerdem hatte das Amtsgericht Aschaffenburg wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eine Geldstrafe von 600 Euro oder ersatzweise 40 Tage Freiheitsentzug festgesetzt. Den Betrag konnte der Mann nach seiner Festnahme an der Inntalautobahn A93 nicht bezahlen. Nach der Vorführung beim Rosenheimer Amtsgericht brachten ihn die Bundespolizisten in die Justizvollzugsanstalt Bernau.
Der 26-jährige Ungar war als Zugreisender in Richtung München unterwegs. Er muss bis Mitte August 2027 in der Justizvollzugsanstalt Traunstein bleiben. Bei den 298 Tagen handelt es sich um den Rest einer Freiheitsstrafe, die das Amtsgericht Landshut wegen eines versuchten besonders schweren Diebstahls verhängt hatte.
Der Mann hatte bereits einen Teil der fast zweijährigen Haft verbüßt und war anschließend nach Ungarn abgeschoben worden. Mit seiner Rückkehr nach Deutschland wurde der Strafrest fällig.
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