Deggendorf: Zwei mutmaßliche Abholer in Haft

Alfred Ingerl
4 Minuten Lesezeit

Zwei Männer sitzen nach einem verhinderten Betrugsanruf in Deggendorf in Haft. Die Ermittler bringen sie außerdem mit einem Diebstahl in Plattling und einem geplanten Abholbetrug in Amberg in Verbindung.

Am Nachmittag des 24. Oktober 2026 rief ein angeblicher Polizist eine 64-Jährige aus Deggendorf an. Er behauptete, eine rumänische Einbrecherbande sei festgenommen worden. Auf einer bei ihr gefundenen Liste stehe auch das Haus der Frau. Zwei angebliche Polizeibeamte würden deshalb ihre Wertsachen zur Sicherung abholen. Die Tochter erkannte den Betrugsversuch und verständigte die Polizei, während die 64-Jährige den Anrufer am Telefon hielt.

Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Deggendorf stellten in der Nähe des Hauses einen Audi A6 mit österreichischer Zulassung fest, in dem zwei Männer saßen. Beim Öffnen der Beifahrertür fiel dem 26-jährigen Beifahrer eine Luftpistole zu Boden, die eine Waffe von Heckler & Koch nachahmte. Beide Männer wurden festgenommen. Im Fahrzeug fanden die Beamten außerdem eine schwarze Schmuckschatulle mit mehreren Schmuckstücken. Sie war zuvor aus dem Haushalt einer 82-Jährigen in Plattling entwendet worden. Dort hatten sich am selben Tag zwei Männer unter einem Vorwand Zutritt verschafft und die Wohnung durchsucht.

Haftbefehle gegen beide Beschuldigte

Bei den Festgenommenen handelt es sich um einen 37-jährigen Österreicher mit Wohnsitz in Österreich und einen 26-jährigen Deutschen mit Wohnsitz in Unterfranken. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Deggendorf erließ das Amtsgericht Deggendorf Haftbefehle. Es eröffnete sie am 25. Oktober und ordnete die Inhaftierung an. Anschließend wurden die Beschuldigten in Justizvollzugsanstalten eingeliefert. Ob sie in weiteren Betrugsfällen als Abholer auftraten, ist Gegenstand der Ermittlungen.

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Auch zu einem Anruf im Raum Amberg am 24. Oktober gibt es Anhaltspunkte für einen Zusammenhang. Ein 86-Jähriger erkannte den Betrugsversuch eines falschen Polizisten und beendete das Gespräch. Nach den bisherigen Erkenntnissen sollten die beiden in Deggendorf festgenommenen Männer möglicherweise auch dort als Abholer auftreten.

Schockanruf in Obernzell: Schmuck und Gold übergeben

Am Nachmittag des 23. Oktober erhielt eine 73-Jährige in Obernzell einen Schockanruf. Eine angebliche Polizeibeamtin behauptete, die Tochter der Frau habe einen tödlichen Verkehrsunfall mit einer schwangeren Radfahrerin verursacht und sitze in Untersuchungshaft. Um einen Gefängnisaufenthalt zu verhindern, müsse eine Kaution hinterlegt werden. Zeitgleich rief ein angeblicher Staatsanwalt auf dem Handy der Frau an.

Gegen 17.30 Uhr übergab die 73-Jährige an ihrem Haus eine Stofftasche mit Schmuck und Gold an einen bislang unbekannten Abholer. Der Mann ist 165 bis 170 Zentimeter groß, von dünner Statur und trug dunkle Kleidung sowie ein dunkles Cap. Er war weder bebrillt noch bärtig und kam zu Fuß. Außerdem hatte er eine etwa 60 Zentimeter lange und 30 Zentimeter hohe schwarze Sporttasche mit seitlichen Streifen dabei, in der er die Stofftasche verstaute.

Ein Zusammenhang zwischen diesem Fall und den Festnahmen in Deggendorf besteht derzeit nicht. Die Kriminalpolizeiinspektion Niederbayern bittet unter der Telefonnummer 08586/9605-0 um Hinweise zu dem unbekannten Abholer.

Auf dieser Seite lesen Sie die Pressemitteilungen der Polizeiinspektionen oder Feuerwehren. Diese werden »ungeprüft« von uns veröffentlicht. Für die Inhalte übernimmt Presse Augsburg keinerlei Verantwortung. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die jeweilige Dienststelle.

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Dieser Beitrag wurde unter Einsatz Künstlicher Intelligenz erstellt.

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Alfred Ingerl ist Autor bei Presse Augsburg. Sein Schwerpunkt liegt auf aktuellen Polizeimeldungen und Blaulicht-Nachrichten aus Bayern. Er bereitet Meldungen der bayerischen Polizeipräsidien redaktionell für die Veröffentlichung auf Presse Augsburg auf.