Am Ostersamstag stand für den ESV Kaufbeuren das alles entscheidende fünfte Spiel der Playdown-Serie bei den Blue Devils Weiden auf dem Programm. Zahlreiche mitgereiste Fans hofften auf den Serienausgleich und ein weiteres Heimspiel, doch am Ende blieb dieser Wunsch unerfüllt.
Im Vergleich zu den ersten beiden Auswärtsspielen fanden die Joker diesmal besser in die Partie. Früh bot sich sogar im Powerplay die Chance zur Führung, doch wie so oft in dieser Saison blieb die Überzahl wirkungslos.
Mit zunehmender Spieldauer verloren die Allgäuer jedoch den Faden. Vor allem im eigenen Drittel und im Spielaufbau fehlten Struktur und Ideen. Nach mehreren Scheibenverlusten nutzten die Hausherren ihre Chance: Fabian Ribnitzky traf in der achten Minute zur Führung. Trotz einzelner Möglichkeiten – unter anderem durch Jonny Tychonick – blieb es zur Pause beim 1:0.
Weiden übernimmt die Kontrolle
Im zweiten Drittel zeigte sich Kaufbeuren zunächst verbessert, konnte aus den eigenen Chancen aber kein Kapital schlagen. Die Blue Devils hingegen agierten effizienter: Erneut war es Ribnitzky, der im Powerplay auf 2:0 erhöhte.
Kurz vor der Pause folgte der nächste Rückschlag: Daniel Schwaiger traf zum 3:0 und stellte die Weichen endgültig auf Sieg. Eine anschließende Strafzeit brachte den ESVK zusätzlich in Bedrängnis. Insgesamt blieb die Leistung der Joker über weite Strecken zu harmlos, um ernsthaften Druck zu entwickeln.
Hoffnung keimt nur kurz auf
Auch im Schlussabschnitt fehlte es den Kaufbeurern an zwingenden Aktionen. Eine Unterzahlchance blieb ungenutzt, und die Offensive tat sich weiterhin schwer. Erst in der 53. Minute gelang der Anschlusstreffer: Travis Turnbull traf im Powerplay zum 3:1 und ließ die Hoffnung kurzzeitig zurückkehren.
Doch die Antwort der Gastgeber folgte prompt. Nach einer unnötigen Strafzeit stellte Tyler Ward im Powerplay den alten Abstand wieder her. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war klar, dass sich das Blatt nicht mehr wenden würde. Ein Treffer ins leere Tor besiegelte schließlich die 5:1-Niederlage.
Abstieg nach 17 Jahren DEL2
Mit der deutlichen Niederlage endet für den ESV Kaufbeuren eine enttäuschende Saison. Nach 17 Jahren in der DEL2 müssen die Joker den Gang in die Oberliga antreten.
Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass es über die gesamte Spielzeit hinweg zu selten gelang, Konstanz, Durchschlagskraft und Stabilität aufs Eis zu bringen – Eigenschaften, die in entscheidenden Momenten den Unterschied ausmachen.





