Am vergangenen Donnerstag (21.05.2026) wurde eine 85-jährige Frau in Augsburg Hochfeld Opfer eines neuartigen Callcenterbetrugs. In der Schertlinstraße lockte eine unbekannte Täterin, die sich als Bankmitarbeiterin ausgab, wertvolle Informationen über das Vermögen der Senioren aus ihr heraus.
Callcenterbetrug mit angeblichem Polizisten
Nach dem ersten Anruf meldete sich ein vermeintlicher Polizeibeamter bei der 85-Jährigen. Er erklärte, dass der vorangegangene Anruf Teil einer Betrugsmasche sei, und forderte sie dennoch auf, Bargeld zur Festnahme der Täter zu übergeben. Unter dieser Täuschung reichte die Frau einen Unbekannten diverse Wertgegenstände im oberen vierstelligen Eurobereich weiter. Der angebliche Polizist blieb währenddessen am Telefon und bestätigte später fälschlicherweise eine Festnahme. Die Wertgegenstände wurden nie zurückgegeben.
52-Jährige fällt auf manipulierten Anruf herein
Am darauf folgenden Sonntag (24.05.2026) ereignete sich in Augsburg ein weiterer Betrugsfall. Um 14:15 Uhr wurde eine 52-jährige Frau von einem angeblichen Mitarbeiter der zentralen Sperr-Notrufnummer kontaktiert. Angeblich seien ihre Bankkonten gehackt worden, weshalb die Frau unter Anleitung des Anrufers mehrere Sofortüberweisungen durchführte. Der finanzielle Schaden beläuft sich auf einen unteren sechsstelligen Eurobereich.
Betrug mit falschem russischen Polizisten
Einen weiteren Fall von Betrug erlebte ein älteres Ehepaar in Augsburg Pfersee am Dienstag (26.05.2026). Ein Täter gab sich als russischer Polizist aus und behauptete, ihre Tochter sei in einen Verkehrsunfall verwickelt. Zur Vermeidung einer Haftstrafe verlangte er eine Zahlung von 100.000 Euro. Weitere Anrufe erhielt das Paar von zwei Frauen, die sich als Tochter und Krankenschwester ausgaben. Ein Täter, der Russisch sprach, erschien bei dem Ehepaar und nahm Bargeld im mittleren fünfstelligen Bereich mit.
Die Kriminalpolizei Augsburg ermittelt in allen Fällen wegen Betrugs gegen die unbekannten Täter. Um solche Betrügereien zu vermeiden, rät die Polizei, bei Anfragen zu persönlichen Daten oder finanziellen Verhältnissen äußerst vorsichtig zu sein. Unbekannte Personen sollten nicht in die Wohnung gelassen werden. Bei Zweifel sollte umgehend der Polizeinotruf 110 kontaktiert werden. Weitere Informationen und Schutzmaßnahmen gibt es unter: Polizei-Beratung.

