CSU und SPD wollen schnellere Facharzttermine für Kassenpatienten

Ärztehaus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
DTS Nachrichtenagentur
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Nach Warnungen der Kassenärzte vor längeren Wartezeiten auf Facharzttermine dringen Politiker von CSU und SPD auf Gegenmaßnahmen.

“Es gibt eine Unwucht bei der Frage, wie schnell gesetzlich und privat Versicherte an Facharzttermine kommen”, sagte Klaus Holetschek, CSU-Fraktionschef im bayerischen Landtag, der “Bild” (Mittwochausgabe). Durch die beschlossenen Sparmaßnahmen drohe sich diese Unwucht weiter zu verschärfen.

Als kurzfristige Maßnahme brachte Holetschek Änderungen bei Online-Portalen zur Terminvergabe ins Spiel. “Es sollte darüber nachgedacht werden, ob Onlineportale für Terminvergaben nicht mehr abfragen dürfen, ob ein Patient gesetzlich oder privat versichert ist.”

Auch der Gesundheitspolitiker Christos Pantazis (SPD) forderte Konsequenzen. “Es darf nicht vom Versicherungsstatus abhängen, wie schnell jemand einen Facharzttermin bekommt”, sagte er der Zeitung. “Entscheidend muss die medizinische Dringlichkeit sein – nicht, ob jemand gesetzlich oder privat versichert ist.”

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Pantazis sprach sich für die Einführung einer “Termingarantie” aus. “Unser Vorschlag sieht grundsätzlich einen Facharzttermin innerhalb von drei Wochen vor, bei medizinischer Dringlichkeit entsprechend früher”, so der SPD-Politiker. “Gelingt das in einer niedergelassenen Praxis nicht, soll eine geeignete Krankenhausambulanz die Behandlung übernehmen können.”

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