Der Dax hat am Freitag nach einem bereits verhaltenen Start in den Handelstag bis zum Mittag keine klare Richtung gefunden. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.130 Punkten berechnet, 0,1 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.
An der Spitze der Kursliste notierten Heidelberg Materials, die Telekom und Fresenius. Am unteren Ende fanden sich dagegen die Papiere von Infineon, Rheinmetall und Bayer wieder.
“Die Anleger in Frankfurt verhalten sich zum Wochenschluss defensiv und fokussieren sich verstärkt auf die Telekom- und Pharmabranche”, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. “Impulse dafür kamen auf Unternehmensebene von Vodafone und Bayer. Beim Telekomprovider steht ein Großaktionärswechsel ins Haus, der neue Konsolidierungsfantasien im europäischen Telekommunikationssektor auslöst. Deshalb notieren im Dax heute die Aktien der Deutschen Telekom an der Indexspitze.”
“Merck, Fresenius und Fresenius Medical Care werden ebenfalls nachgefragt, nachdem es gestern bei den Aktien von Qiagen kurzzeitig zu Übernahmespekulationen gekommen war. Gerüchte und Spekulationen sind typisch für eine ansonsten ruhige sommerliche Phase an der Börse.”
“Insgesamt verläuft der Handel im Dax in engen Kursbahnen und wird von einem unterdurchschnittlichen Volumen begleitet. Die weiter erhöhten Energiepreise schüren Inflationsbefürchtungen und bremsen Kurserholungen frühzeitig aus”, so Lipkow.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1432 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8747 Euro zu haben.
Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.109 US-Dollar gezahlt (-0,3 Prozent). Das entspricht einem Preis von 115,55 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis sank unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 76,21 US-Dollar, das waren 9 Cent oder 0,1 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

