Der EHC Königsbrunn hat das vierte Finalspiel gegen die „Mighty Dogs“ des ERV Schweinfurt mit 3:5 verloren. Nach einem schwachen Start lagen die Brunnenstädter früh deutlich zurück. Trotz einer Leistungssteigerung im Schlussdrittel reichte es nicht mehr zur Wende. In der Best-of-Seven-Serie steht es nun 2:2.
Die Gastgeber legten mit viel Tempo los und nutzten ihre Chancen konsequent. Bereits nach fünf Minuten ging Schweinfurt durch einen Schuss von der blauen Linie in Führung. Nur Sekunden später fiel auf ähnliche Weise das 2:0. Königsbrunn fand zunächst kein Mittel gegen die Angriffswellen der Mighty Dogs. In der achten Minute erhöhte Tomas Cermak sogar auf 3:0. Auch im zweiten Drittel blieb Schweinfurt das dominierende Team und baute den Vorsprung auf 4:0 aus.
EHC kämpft sich im Schlussdrittel zurück
Erst im letzten Abschnitt fand der EHC besser ins Spiel. Tim Bullnheimer erzielte zunächst den ersten Treffer für Königsbrunn. Kurz darauf traf Marco Sternheimer nach einem starken Solo zum 4:2. Die Gäste warfen nun alles nach vorne und erspielten sich mehrere gute Chancen, ließen diese jedoch ungenutzt. Stattdessen erhöhte Schweinfurt in Überzahl auf 5:2. Sternheimer verkürzte zwar noch einmal auf 5:3, doch für eine komplette Aufholjagd reichte es nicht mehr.
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EHC-Trainer Bobby Linke zeigte sich nach der Partie enttäuscht:
„Wir haben es heute von Beginn an nicht verstanden, in der eigenen Zone konzentriert zu arbeiten. Zuerst kassierten wir so ein Ei, danach waren wir immer noch nicht fokussiert, arbeiteten nicht und bekamen den zweiten Treffer. Schweinfurt hat sich dann in einen Rausch gespielt und unsere Fehler in der Zuordnung mit dem dritten Tor bestraft. Wir waren einfach nicht bereit. Das, was wir uns in der Pause vorgenommen hatten, haben wir nicht umgesetzt. Leider schießen wir zu wenig aufs Tor, der Gegner hat uns gezeigt, wie das mit einfachem Hockey funktioniert. Da können wir uns eine Scheibe davon abschneiden. Im letzten Drittel haben wir es einfacher gehalten, mehr gearbeitet, gekämpft und hatten deutlich mehr Zugriff aufs Spiel. Es kamen in Überzahl auch zu wenig Schüsse aufs Tor. Wenigstens sind wir dann wieder als Team aufgetreten. Durch Fouls haben wir verpasst, die Partie nochmal drehen zu können. Schweinfurt hatte heute mehr Willen und Ehrgeiz gezeigt. Am Sonntag müssen wir den Turnaround schaffen und die Serie wieder auf unsere Seite ziehen. Dazu müssen wir unbedingt Fehler abstellen und den Gegner zu Fehler zwingen.“
Mit dem Sieg gleicht Schweinfurt die Finalserie auf 2:2 aus. Das nächste Spiel steigt am Sonntag um 18 Uhr in Königsbrunn. Der Gewinner dieser Partie kann sich im darauffolgenden Spiel in Schweinfurt bereits den entscheidenden Vorteil im Kampf um den Titel sichern.





