Ein echter Kracher: EHC Königsbrunn holt erfahrenen Spielmacher Justin Maylan

Foto: Verein
Presse Augsburg
3 Minuten Lesezeit

Der EHC Königsbrunn verstärkt seinen Angriff mit reichlich internationaler Erfahrung. Der 35-jährige Kanadier Justin Maylan wechselt vom Oberligisten EC Peiting nach Königsbrunn und soll künftig die zweite Kontingentspielerposition besetzen. Mit seiner Spielübersicht und seiner Qualität als Vorlagengeber soll er den Pinguinen  zusätzliche Variabilität im Angriff verleihen.

Maylan blickt auf eine lange Karriere in Nordamerika und Europa zurück. In der kanadischen Western Hockey League absolvierte der Center zu Beginn seiner Laufbahn 341 Spiele und sammelte dabei 258 Scorerpunkte. 2013 folgte der Wechsel nach Europa, wo er unter anderem in Dänemark, Italien und Österreich aktiv war.

2017 führte ihn sein Weg erstmals in die DEL2. Für die Heilbronner Falken erzielte Maylan in 44 Partien 39 Scorerpunkte. Weitere Stationen folgten in verschiedenen Ländern, ehe er 2021 nach Deutschland zurückkehrte und für Rostock in der Oberliga Nord auflief.

Besonders erfolgreich war seine vergangene Saison beim EC Peiting. In 47 Spielen kam Maylan auf 69 Scorerpunkte. Mit 54 Vorlagen war er drittbester Assistgeber der Oberliga Süd und belegte Rang 13 der ligaweiten Scorerwertung.

- Anzeige -

Spielmacher mit viel Erfahrung

Seine größten Stärken liegen laut EHC in der Passgenauigkeit, der Übersicht und dem richtigen Gespür für freie Räume. Auch unter Druck soll der Kanadier dank seiner internationalen Erfahrung die nötige Ruhe bewahren und seine Mitspieler gezielt einsetzen können.

Neben zahlreichen Einsätzen in europäischen Topligen kann Maylan auch auf fünf AHL-Partien zurückblicken. Mit einer Körpergröße von 1,88 Metern und 86 Kilogramm bringt er zudem die nötigen körperlichen Voraussetzungen für das Spiel in der Bayernliga mit.

EHC bleibt bei zwei Importspielern

Mit Maylan setzt Königsbrunn gleichzeitig ein Zeichen bei der Kaderplanung. Anders als einige Konkurrenten bleiben die Brunnenstädter  erneut bei lediglich zwei Kontingentspielern. Der sportliche Leiter Tim Bertele sieht die Entwicklung bei anderen Bayernligisten kritisch:

„Ich dachte, das Fehlverhalten einiger Vereine in der vergangenen Saison wäre nicht mehr zu toppen, aber aktuell wurden wir eines Besseren belehrt. Wie man sich als ehrenamtlicher Vorstand dafür engagieren kann, den Unterhalt zusätzlicher, aber sportlich mittelmäßiger Importspieler zu finanzieren, ist mir bis heute ein Rätsel. Zumal dieses Vorgehen aufgrund der neuen Regelungen ab der Saison 2027/28 nicht mehr möglich sein wird, halte ich diese kurzfristig gedachte Planung für schwer nachvollziehbar.“

Diesen Artikel teilen
Newsdesk der Presse Augsburg Medien-Redaktion.