Die deutsche U21-Nationalmannschaft steht im Endspiel der Europameisterschaft in der Slowakei. Mit einem klaren 3:0 (2:0)-Sieg gegen Frankreich sicherte sich das Team von Cheftrainer Antonio Di Salvo das Finalticket. Nelson Weiper (8. Minute), Nick Woltemade (14.) und Brajan Gruda (90.+3) erzielten die Treffer für die DFB-Auswahl, die am kommenden Samstag (ab 21 Uhr live bei SAT.1, auf Joyn und ran.de) gegen England um den Titel spielt.
Di Salvo stolz: „Die Mannschaft lässt immer ihr Herz auf dem Platz“
Nach dem Abpfiff war die Erleichterung beim deutschen Trainerteam deutlich spürbar.
„Ich bin mega erleichtert und mega stolz. Die Mannschaft lässt immer ihr Herz auf dem Platz“, sagte Antonio Di Salvo. Der Finaleinzug ist für den Coach kein Selbstzweck: „Man geht in das Finale, um es zu gewinnen. Wir wissen, es wird schwer, aber wir können mit viel Selbstvertrauen in das Spiel gehen.“
Blitzstart legt den Grundstein
Deutschland begann die Partie in der Kosice Football Arena mit einer kompakten Formation. Schon nach wenigen Minuten nutzte das DFB-Team seine erste Gelegenheit: Nach einem Ballgewinn von Reitz leitete Woltemade schnell auf Nebel weiter, der am Lattenkreuz scheiterte. Doch Weiper schaltete am schnellsten und staubte zum 1:0 ab (8.). Nur sechs Minuten später erhöhte Woltemade nach Vorarbeit von Weiper auf 2:0 – der perfekte Auftakt.
Defensive hält Stand – Frankreich scheitert an Atubolu
Trotz verletzungsbedingtem Wechsel – für Rosenfelder kam Tim Oermann – ließ sich das deutsche Team nicht aus dem Konzept bringen. Frankreich kam besser ins Spiel, konnte aber die dicht gestaffelte DFB-Abwehr nicht überwinden. Einzig Mathys Tel verpasste vor der Pause eine Hereingabe nur knapp (37.).
Nach Wiederanpfiff drängten die Franzosen energisch auf den Anschlusstreffer, doch Atubolu hielt mit starken Paraden – etwa gegen Barry (46., 68.) – die Null. Deutschland lauerte auf Konter, zeigte sich offensiv weiter gefährlich: Nebel, Knauff und Weiper vergaben gute Chancen auf die Vorentscheidung.
Gruda sorgt für den Schlusspunkt
Di Salvo brachte in der Schlussphase frische Kräfte. Der eingewechselte Brajan Gruda sorgte nicht nur für frischen Schwung, sondern setzte in der Nachspielzeit den verdienten Schlusspunkt: Nach schöner Vorarbeit von Paul Wanner traf Gruda zum 3:0 (90.+3).
Titeltraum lebt – jetzt wartet England
Mit einem souveränen Auftritt und einer geschlossenen Mannschaftsleistung hat sich die deutsche U21 das EM-Finale redlich verdient. Gegner am Samstagabend ist die ebenfalls stark aufspielende Auswahl aus England, die sich im ersten Halbfinale knapp mit 2:1 gegen die Niederlande durchgesetzt hatte.
Deutschland darf also weiter träumen – vom vierten Titel nach 2009, 2017 und 2021.

