Am Donnerstag, den 26. März 2026, durchsuchte die Kriminalpolizei Mühldorf am Inn in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Traunstein insgesamt 20 Objekte in den Landkreisen Altötting und Mühldorf am Inn. Diese Aktion ist Teil eines Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts des Besitzes und der Verbreitung kinderpornographischer Inhalte. Die Behörden konnten dabei eine große Menge an Beweismaterial sicherstellen.
Koordiniertes Vorgehen gegen Kinderpornographie
In den letzten Jahren stieg die Anzahl der Straftaten im Zusammenhang mit der Verbreitung pornographischer Inhalte im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd kontinuierlich an. Während im Jahr 2023 noch 697 Fälle gemeldet wurden, stieg diese Zahl 2024 auf 911 Fälle an. Erfreulicherweise konnte 2025 ein Rückgang auf 729 Fälle festgestellt werden, was einem Rückgang von 20% im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Polizei und Justiz setzen seit Jahren erhebliche Anstrengungen fort, um die Verbreitung von Kinderpornographie weiter zu bekämpfen. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd hat hierfür „Arbeitsgruppen Kinderpornographie“ bei verschiedenen Kriminalpolizeiinspektionen eingerichtet. Diese Arbeitsgruppen arbeiten eng mit den Staatsanwaltschaften und dem Zentrum zur Bekämpfung von Kinderpornographie und sexuellem Missbrauch im Internet zusammen.
20 Durchsuchungen – Umfangreiches Datenmaterial sichergestellt
Die großangelegte Durchsuchungsaktion am Donnerstag richtete sich gegen 20 Beschuldigte im Alter zwischen unter 14 und 68 Jahren. Unterstützt wurden die Beamten der Kriminalpolizei Mühldorf am Inn von Kollegen der Kriminalpolizei Traunstein und der Zentralen Einsatzdienste (ZED) Traunreut. Die Durchsuchungen wurden in Begleitung von fünf Referendarinnen und Referendaren der Staatsanwaltschaft Traunstein durchgeführt.
Rund 25 Polizistinnen und Polizisten vollzogen die Durchsuchungsbeschlüsse, die von der Staatsanwaltschaft Traunstein beim Ermittlungsrichter beantragt worden waren. Bei den Razzien in den Wohnungen der Beschuldigten stellte die Polizei umfangreiches Beweismaterial in Form von elektronischen Geräten, Mobiltelefonen und Speichermedien sicher. Diese müssen nun von IT-Forensikern ausgelesen und ausgewertet werden.
Vorläufige Bilanz von Staatsanwaltschaft und Polizei
Die Staatsanwaltschaft Traunstein und die Polizei bewerten das vorläufige Ergebnis der konzertierten Aktion als Erfolg. Durch die Maßnahmen wurde den Tatverdächtigen klar aufgezeigt, dass sie sich im vermeintlich anonymen Internet nicht sicher fühlen dürfen. Da hinter jedem Fall von Kinder- und Jugendpornographie Opfer stehen, werden Polizei und Justiz auch in Zukunft mit aller Entschlossenheit Maßnahmen ergreifen, um den Straftätern das Handwerk zu legen.


