Die Bundespolizei hat in der Nacht zum Donnerstag an der A93 bei Kiefersfelden einen 44-jährigen Pkw-Fahrer vorläufig festgenommen, weil sich in seinem Wagen mehrere Personen befanden, die keine gültigen Einreisepapiere vorlegen konnten. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass ein Kleinkind während der Fahrt ungesichert auf dem Schoß der Mutter sitzen musste. Der Fahrer wird beschuldigt, als Schleuser tätig gewesen zu sein.
Kontrolle an der Autobahn
Bei einer grenzpolizeilichen Überprüfung fiel den Beamten sofort auf, dass mehr Personen im Fahrzeug saßen als Sitzplätze vorhanden waren. Ein Kleinkind konnte nicht angeschnallt werden und wurde von der Mutter auf dem Schoß gehalten. Der Fahrer konnte seine vorläufige Aufenthaltserlaubnis für Deutschland und einen deutschen Führerschein vorzeigen. Seine Mitfahrer, bosnische Staatsangehörige, verfügten hingegen über keine für Einreise oder Aufenthalt erforderlichen Papiere.
Ermittlungen zu Schleuserlohn und Aufenthaltsstatus
Nach eigenen Angaben begann die gemeinsame Fahrt in Italien. Im Fahrzeug fanden die Einsatzkräfte rund 1.500 Euro; ob dieses Geld als Schleuserlohn vorgesehen war, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Erste Nachforschungen ergaben, dass sich die bosnischen Mitfahrer bis April dieses Jahres legal in Deutschland aufhalten konnten, danach jedoch die Geltungsdauer ihrer Duldungen abgelaufen war. Die Bundespolizei wertet dies als Verdacht des illegalen Einreiseversuchs.
Die fünf Mitreisenden wurden an die zuständige Ausländerbehörde weitergeleitet, die über ihren weiteren Verbleib entscheiden wird. Der beschuldigte Fahrer, der aus Montenegro stammt und in Schleswig-Holstein gemeldet ist, konnte nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen seine Reise in Richtung Norddeutschland fortsetzen. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen “Einschleusens von Ausländern unter gefährdenden Bedingungen” eingeleitet.
Dieser Artikel basiert auf einer offiziellen Polizeimeldung. Für die sprachliche Überarbeitung wurde künstliche Intelligenz eingesetzt.

