Am Mittwoch, den 27. Mai 2026, vollzog die Kriminalpolizeiinspektion Landshut fast zehn richterliche Durchsuchungsbeschlüsse. Der Verdacht: Besitz kinderpornographischer Inhalte.
Durchsuchungen in Landshut und Umgebung
Bereits in den frühen Morgenstunden durchsuchten Beamte der Kriminalpolizei mehrere Wohnungen im Stadtgebiet Landshut sowie in den Landkreisen Kelheim und Dingolfing-Landau. Die Durchsuchungen richteten sich gegen Personen im Alter von 19 bis 74 Jahren, die verdächtigt werden, kinderpornographische Dateien über verschiedene Internetplattformen erworben und besessen zu haben. Die Tatverdächtigen stehen laut Polizeiangaben in keiner Verbindung zueinander.
Im Zuge der Durchsuchungen stellten die Beamten mehrere Mobiltelefone, Computer und weitere Speichermedien sicher.
Ermittlungen und anonymes Internet
Die Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Landshut dauern derzeit an. Die Beamten betonen, dass die vermeintliche Anonymität im Internet nicht vor Strafverfolgungsmaßnahmen schützt. Soziale Netzwerke, die in erster Linie der Kommunikation dienen, werden häufig von Nutzern für den Austausch strafbarer Inhalte genutzt. Der Besitz und das Verbreiten von kinder- und jugendpornographischen Schriften sind schwerwiegende Tatbestände.
Verhaltensempfehlungen und Prävention
Sollte jemand solche strafbaren Dateien erhalten, ist es wichtig, diese nicht zu löschen, sondern unverzüglich die Polizei zu informieren. In der jeweiligen Gruppe sollte man deutlich mitteilen, dass man sich von solchen Inhalten distanziert und deren Zusendung nicht wünscht. Dies dokumentiert die eigene Haltung. Nach der Anzeigenerstattung sollte die Gruppe umgehend verlassen werden.
Zudem wird empfohlen, die Notwendigkeit einer Mitgliedschaft in größeren oder unübersichtlichen Chatgruppen kritisch zu prüfen. Die automatische Speicherung von Bild- und Videodateien in Messenger-Diensten sollte deaktiviert werden. Beim Online-Flirt sollte das tatsächliche Alter von Gesprächspartnern stets kritisch hinterfragt werden.
Bei pädophilen Neigungen wird dazu geraten, sich anonym an Hilfsorganisationen zu wenden.

