Das Landratsamt Neu-Ulm sucht weiterhin intensiv nach geeigneten Unterkünften für Geflüchtete. Neben der Unterstützung durch Kommunen sind auch private Angebote gefragt. Ein solches Angebot liegt derzeit mit dem früheren Gründungszentrum in der Wilhelm-Walker-Straße in Illertissen vor.
Der Eigentümer des leerstehenden Gebäudes hat einen Bauantrag zur Nutzungsänderung in eine Flüchtlingsunterkunft gestellt. Die bauaufsichtliche Prüfung ergab, dass eine Genehmigung rechtlich möglich ist. Nachbarn wurden im Rahmen des Verfahrens informiert. Dennoch ist unklar, ob das Gebäude tatsächlich für die Unterbringung von Geflüchteten genutzt wird, da bisher keine konkreten Gespräche oder Verhandlungen über die Anmietung geführt wurden.
Wie das Landratsamt betont, müssen viele Faktoren wie bauliche Eignung, Mietkosten und Vertragslaufzeit erfüllt sein, bevor es zu einem Vertragsabschluss kommt. In der Vergangenheit wurden bereits Mietangebote abgelehnt oder von Eigentümern zurückgezogen.
Aktuelle Lage im Landkreis Neu-Ulm
Derzeit sind im Landkreis 762 Asylbewerber in Unterkünften des Landratsamtes untergebracht. Hinzu kommen 1.206 Geflüchtete aus der Ukraine, die ebenfalls vom Landratsamt versorgt werden. In Illertissen befinden sich aktuell 186 Asylbewerber und 134 Ukraine-Flüchtlinge in Unterkünften.
Die Unterbringungssituation bleibt angespannt. Turnhallen sind keine langfristige Lösung, und die weltpolitische Lage erschwert die Planung weiter. Krisen wie in Syrien, der Ukraine und Nahost wirken sich auch lokal auf die Situation aus.
Das Landratsamt Neu-Ulm setzt daher weiterhin auf die Kooperation mit Gemeinden und private Vermieter, um die Herausforderung der Flüchtlingsunterbringung zu bewältigen.


