Der Bundesverband Güterkraftverkehr und Logistik (BGL) sieht die von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) ins Gespräch gebrachte Aufhebung des Fahrverbotes an Sonn- und Feiertagen für Lastwagen wegen der Niedrigwasser-Krise mit Skepsis.
“Die Fahrer müssten dann stattdessen an anderen Tagen den Lkw stehen lassen, um die mit hohen Bußgeldern versehenen Vorgaben der Lenk- und Ruhezeitenverordnung einzuhalten”, sagte Vorstandssprecher Dirk Engelhardt der “Rheinischen Post”. Man könnte allenfalls zum Beispiel besonders wichtige Transporte vorziehen. Die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten müssten auch bei einer Aufhebung eingehalten werden. Außerdem erhöhe sich die verfügbare Lenkzeit dadurch nicht. Sie stünde nur zu anderen Zeiten zur Verfügung, sagte Engelhardt.
Zudem fehlten in Deutschland derzeit mehr als 100.000 Lkw-Fahrer, so der Sprecher weiter. Das sei aber kein erst seit gestern bekanntes Problem.

