Festnahme nach organisiertem Callcenter-Betrug in Harlaching
Nach einem versuchten Callcenter-Betrug mit der Masche der “falschen Polizeibeamten” hat die Münchner Polizei am Montag drei Tatverdächtige vorläufig festgenommen. Ein 61-Jähriger aus München war gegen 12:00 Uhr von einem Unbekannten angerufen worden, der sich als Polizist ausgab, von einer angeblichen Abbuchung berichtete und nach Wertgegenständen des Mannes fragte. Der Angerufene erkannte den Betrugsversuch und verständigte über eine Angehörige den Polizeinotruf 110.
Übergabe sollte vorgetäuscht werden
Während der 61-Jährige weiter telefonierte, klingelte es an seiner Wohnungstür. Am Telefon wurde erklärt, “dass nun die Kriminalpolizei zur Abholung der Wertgegenstände vor Ort sei.” Als der Abholer von den eingesetzten Polizeikräften angesprochen wurde, versuchte dieser zu flüchten. Bei der anschließenden Verfolgung konnten die Beamten einen 16-jährigen Deutschen mit Wohnsitz in Niedersachsen einholen und festnehmen. Der Jugendliche wurde bei der Festnahme leicht verletzt, eine ärztliche Behandlung war nicht erforderlich.
Weitere Tatverdächtige im Fahrzeug gestellt
Im Nahbereich entdeckten die Einsatzkräfte zudem in einem Pkw zwei weitere Tatverdächtige, einen 22-Jährigen mit serbischer und einen 21-Jährigen mit afghanischer Staatsangehörigkeit, beide mit Wohnsitz in Niedersachsen. Auch sie wurden vorläufig festgenommen und zusammen mit dem 16-Jährigen in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Zur Klärung der Haftfrage werden die Beschuldigten einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Die weiteren Ermittlungen führt das Kommissariat 61.
Dieser Artikel basiert auf einer offiziellen Polizeimeldung. Für die sprachliche Überarbeitung wurde künstliche Intelligenz eingesetzt.

