Polizeibeamter schießt 14‑jährigen Schüler in Schwabing am Oberkörper nieder

Alfred Ingerl
3 Minuten Lesezeit

Polizeischuss in Schwabing: Jugendlicher mit waffenähnlichem Gegenstand getroffen

Am Dienstagabend wurde ein Jugendlicher in Schwabing von einer Polizeikugel am Oberkörper getroffen, nachdem er mit einem waffenähnlich aussehenden Gegenstand hantiert hatte. Ein aufmerksamer Passant hatte gegen 17:15 Uhr den Notruf alarmiert und gemeldet, eine etwa 20-jährige Person am U-Bahnhof Hohenzollernplatz mit einer schwarzen Schusswaffe hantiere; kurz darauf stieg diese Person in einen Bus Richtung Kurfürstenplatz. Einsatzkräfte suchten den Bereich daraufhin großflächig ab und entdeckten den Mann gegen 17:30 Uhr an der Kreuzung Herzogstraße und Belgradstraße.

Situation vor Ort und Schussabgabe

Zwei zivile Einsatzkräfte beobachteten die beschriebene Person zusammen mit einer Begleitung in Richtung einer Tramhaltestelle und folgten ihr. Nach bisherigen Erkenntnissen zog die verdächtige Person einen waffenähnlichen Gegenstand aus der Hose und machte eine Bewegung, “als würde sie eine Waffe durchladen”. Die Beamten forderten lautstark auf, die Waffe fallen zu lassen. Die Person drehte sich mit erhobener Waffe zu den Einsatzkräften, woraufhin ein Polizeibeamter einen Schuss abgab und die Person am Oberkörper traf.

Die Einsatzkräfte leisteten bis zum Eintreffen des Notarztes unverzüglich Erste Hilfe. Der Verletzte wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht und befand sich nach aktuellen Erkenntnissen in stabilem Zustand. Die Identifizierung ergab erst im Laufe der Nacht, dass es sich nach bisherigen Erkenntnissen um einen 14-jährigen türkischen Schüler aus dem Landkreis Miesbach handelt. Der sichergestellte Gegenstand “sieht einer echten Waffe zum Täuschen ähnlich”.

Ermittlungen und Spurensicherung

Der Einsatzort wurde weiträumig abgesperrt, was auch den öffentlichen Nahverkehr beeinflusste. Vor Ort sicherten die Einsatzkräfte umfangreiche Spuren, darunter Videoaufzeichnungen, befragten Anwohner und Zeugen und setzten eine Drohne für Übersichtsaufnahmen ein. Die Verkehrssperren wurden nach Abschluss der Maßnahmen gegen 22:15 Uhr aufgehoben.

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Die weiteren Ermittlungen zur Rechtmäßigkeit des polizeilichen Schusswaffengebrauchs führt das Sachgebiet 131 des Bayerischen Landeskriminalamts unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft München I; die Staatsanwaltschaft hat ein Vorermittlungsverfahren eingeleitet. Die Ermittlungen zur vorausgegangenen Bedrohung des 14-Jährigen zum Nachteil der einschreitenden Polizeibeamten führt das Kommissariat 24 der Münchner Kriminalpolizei.

Dieser Artikel basiert auf einer offiziellen Polizeimeldung. Für die sprachliche Überarbeitung wurde künstliche Intelligenz eingesetzt.

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.