Am Dienstag, dem 7. April, kam es in München zu mehreren Einsätzen der Bundespolizei. Am Hauptbahnhof führte ein Konflikt zwischen zwei Männern zu einer wechselseitigen Körperverletzung. Am Bahnhof Pasing ereignete sich eine weitere Körperverletzung und am Ostbahnhof wurde ein Haftbefehl vollstreckt.
Körperverletzung am Hauptbahnhof München
In den frühen Morgenstunden gegen 02:35 Uhr gerieten am S-Bahn-Mittelbahnsteig des Münchner Hauptbahnhofs ein 28-jähriger Ungar und ein 19-jähriger Ukrainer in einen verbalen Streit, der in körperlichen Auseinandersetzungen eskalierte. Während des Streits versuchte der 28-Jährige, eine Bierflasche als Schlagwerkzeug zu verwenden, was jedoch verhindert werden konnte. Die Bundespolizei traf beide Männer sowie Zeugen vor Ort an und nahm die Beteiligten zur Anzeige auf die Dienststelle. Nach Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft München I wurden beide auf freien Fuß gesetzt. Alkoholtests ergaben Werte von 2,2 Promille beim 28-Jährigen und 2,0 Promille beim 19-Jährigen.
Körperverletzung in Pasing
Ein weiterer Vorfall ereignete sich um 07:30 Uhr am Bahnhof München Pasing. Eine 36-jährige Frau aus Germering versuchte in eine abfahrbereite S3 einzusteigen. Ein 29-jähriger Mitarbeiter der Bahnsteigaufsicht, ein afghanischer Staatsbürger, verhinderte dies. Daraufhin biss die Frau dem Mann in den Unterarm. Die Polizei traf beide Beteiligten am Tatort an. Der Mann erlitt sichtbare Bissspuren, benötigte jedoch keine medizinische Behandlung und konnte weiterarbeiten. Auch hier entschieden die Behörden, die Beteiligten nach Abschluss der Maßnahmen auf freien Fuß zu setzen.
Vollstreckung eines Haftbefehls am Ostbahnhof
Am Abend des gleichen Tages wurde um 20:00 Uhr ein 62-jähriger russischer Staatsangehöriger am Ostbahnhof kontrolliert. Die Beamten stellten fest, dass gegen ihn ein Vollstreckungshaftbefehl wegen sexueller Belästigung vorlag. Der Mann wurde entweder zu einer Geldstrafe von 1.854,50 Euro oder einer Freiheitsstrafe von 59 Tagen verurteilt. Da er den Betrag nicht zahlen konnte, wurde er festgenommen und ins Polizeipräsidium München gebracht. Eine Überstellung in die Justizvollzugsanstalt erfolgt am folgenden Tag.



