Rudern gehört zu den effektivsten Möglichkeiten, Ausdauer- und Krafttraining miteinander zu verbinden. Während viele Rudergeräte für zu Hause auf einen magnetischen Widerstand oder einen Wassertank setzen, arbeitet das MERACH NovaRow R50 mit einem klassischen Luftwiderstand. Das verspricht ein besonders direktes und dynamisches Trainingsgefühl.
- MERACH NovaRow R50: Rudergerät mit Luftwiderstand
- Aufbau: schnell und unkompliziert
- Sehr angenehmes Rudergefühl
- Der Luftwiderstand macht den Unterschied
- Luft, Wasser oder Magnet – wo liegt der Unterschied?
- Das typische Geräusch eines Luft-Rudergeräts
- Zehn Widerstandsstufen für unterschiedliche Trainingsziel
- LCD-Monitor mit den wichtigsten Trainingsdaten
- Sehr gute Konnektivität mit Ruder-Apps
- Auch die MERACH-App überzeugt
- Auch für größere Nutzer geeignet
- Platzbedarf sollte nicht unterschätzt werden
- Technische Daten des MERACH NovaRow R50
- Preis: derzeit 549,99 Euro
- Fazit zum MERACH NovaRow R50
Wir haben das MERACH NovaRow R50 in der Praxis getestet. Dabei überzeugten uns vor allem der unkomplizierte Aufbau, der sehr leicht über die Schiene gleitende Sitz, das angenehme Rudergefühl und die umfangreichen digitalen Möglichkeiten. Auch die Verbindung mit verschiedenen Ruder-Apps funktionierte in unserem Test problemlos.
MERACH NovaRow R50: Rudergerät mit Luftwiderstand
Das MERACH NovaRow R50 ist ein klassisches Luft-Rudergerät für das Training zu Hause. Im großen Gehäuse an der Vorderseite arbeitet ein Lüfterrad mit 32 Lamellen. Der Luftwiderstand lässt sich über zehn Stufen regulieren.
Das Besondere an diesem System: Die tatsächliche Trainingsintensität hängt zusätzlich davon ab, wie kräftig man rudert. Je schneller und kraftvoller am Griff gezogen wird, desto höher wird der Widerstand.
MERACH gibt einen Spitzenwiderstand von bis zu 50 Kilogramm an. Das maximale Nutzergewicht liegt bei 160 Kilogramm. Mit einer Gesamtlänge von rund 2,42 Metern ist das R50 ein ausgewachsenes Rudergerät und bietet entsprechend viel Bewegungsfreiheit.
Aufbau: schnell und unkompliziert
Trotz seiner Größe gestaltet sich der Aufbau des MERACH R50 erfreulich unkompliziert. Das Rudergerät wird bereits weitgehend vormontiert geliefert. Entsprechend schnell waren die restlichen Arbeiten in unserem Test erledigt.
Auch wer nicht ständig Fitnessgeräte zusammenschraubt, sollte hier vor keine größeren Probleme gestellt werden. Nach der Montage hinterlässt das R50 einen stabilen Eindruck. Mit einem Eigengewicht von rund 33 Kilogramm steht es während des Trainings ordentlich auf dem Boden. Positiv fällt außerdem auf, dass MERACH das Gerät für Nutzer mit einem Gewicht von bis zu 160 Kilogramm freigibt.
Sehr angenehmes Rudergefühl
Beim eigentlichen Training konnte das MERACH R50 in unserem Test überzeugen. Die gesamte Ruderbewegung fühlt sich angenehm und flüssig an.
Besonders positiv ist uns der Sitz aufgefallen. Er gleitet ausgesprochen leicht und gleichmäßig über die lange Schiene. Beim Vor- und Zurückrollen ist kaum unnötiger Widerstand zu spüren. Dadurch entsteht ein flüssiger Bewegungsablauf, was insbesondere bei längeren Trainingseinheiten angenehm ist.

Sitz, Schiene und Zugmechanismus arbeiten insgesamt gut zusammen. Der Bewegungsablauf fühlt sich weder hakelig noch unnötig schwerfällig an.
Die Fußstützen lassen sich an den Nutzer anpassen und sorgen zusammen mit den Haltegurten für einen sicheren Stand während des Ruderns.
Der Luftwiderstand macht den Unterschied
Ein wichtiger Grund für das angenehme Trainingsgefühl ist das verwendete Luftwiderstandssystem. Das Prinzip ist einfach: Beim Ziehen wird das Lüfterrad in Bewegung gesetzt. Je schneller es sich dreht, desto größer wird der Luftwiderstand.
Wer gemütlich rudert, bekommt entsprechend einen moderateren Widerstand. Bei schnellen und kraftvollen Zügen steigt die Belastung unmittelbar Dadurch reagiert das Gerät sehr direkt auf den eigenen Krafteinsatz. Gerade bei Intervalltrainings macht sich das bemerkbar. Für einen intensiven Abschnitt muss nicht erst umständlich eine elektronische Widerstandsstufe verändert werden. Kräftigeres Rudern erhöht automatisch die Belastung. Zusätzlich besitzt das R50 zehn manuell einstellbare Widerstandsstufen, mit denen sich die Charakteristik des Luftwiderstands weiter anpassen lässt.
Luft, Wasser oder Magnet – wo liegt der Unterschied?
Beim Kauf eines Rudergeräts stellt sich häufig die Frage nach dem richtigen Widerstandssystem. Luft-, Wasser- und Magnetwiderstand verfolgen dabei unterschiedliche Ansätze.
Luftwiderstand reagiert besonders unmittelbar auf die Leistung des Ruderers. Je kräftiger und schneller gezogen wird, desto höher fällt der Widerstand aus. Dadurch entsteht ein dynamisches Trainingsgefühl. Ein typisches Merkmal ist allerdings das deutlich hörbare Rauschen des Lüfterrades.
Wasserwiderstand arbeitet nach einem ähnlichen Prinzip. Hier bewegen Paddel Wasser in einem Tank. Auch dabei nimmt der Widerstand mit einem kräftigeren Zug zu. Viele Nutzer schätzen das gleichmäßige Zuggefühl und insbesondere das charakteristische Wassergeräusch. Dafür sind Geräte mit Wassertank meist schwerer und benötigen einen entsprechend großen Tank.
Magnetische Rudergeräte erzeugen den Widerstand dagegen über Magnete. Ihr großer Vorteil ist der leise Betrieb. Der Widerstand lässt sich häufig sehr präzise einstellen und bei entsprechend ausgestatteten Geräten sogar automatisch über Trainingsprogramme verändern. Das Trainingsgefühl ist gleichmäßig, reagiert aber je nach Konstruktion weniger unmittelbar auf die Zuggeschwindigkeit als ein Luft- oder Wassersystem.
Welche Variante besser gefällt, ist deshalb auch Geschmackssache. Wer ein möglichst leises Rudergerät für die Wohnung sucht, dürfte häufig beim Magnetwiderstand landen. Wassergeräte punkten mit ihrem speziellen Rudergefühl und dem Wassergeräusch. Luft-Rudergeräte wie das MERACH R50 spielen ihre Stärken vor allem beim dynamischen und leistungsorientierten Training aus.
Das typische Geräusch eines Luft-Rudergeräts
Wer sich für ein Luft-Rudergerät entscheidet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass das Training hörbar ist. Mit steigender Intensität dreht sich das Lüfterrad schneller und das Luftgeräusch wird entsprechend stärker. Das ist kein Mangel des R50, sondern prinzipbedingt bei dieser Art von Widerstandssystem. Uns hat das Geräusch während des Trainings nicht gestört. Im Gegenteil: Das zunehmende Rauschen gibt eine zusätzliche akustische Rückmeldung darüber, wie intensiv gerade gerudert wird. Wer allerdings beispielsweise spätabends trainieren möchte, während andere Personen im gleichen Raum fernsehen, findet in einem magnetischen Rudergerät möglicherweise die passendere Lösung.
Zehn Widerstandsstufen für unterschiedliche Trainingsziel

Beim R50 lässt sich der Luftwiderstand in zehn Stufen einstellen. Dadurch kann das Grundgefühl an unterschiedliche Trainingsarten angepasst werden. Das Spektrum reicht vom entspannten Ausdauertraining bis zu intensiveren Einheiten. MERACH gibt einen maximalen Widerstand von 50 Kilogramm an. In der Praxis gefällt uns insbesondere, dass das R50 nicht nur von der gewählten Einstellung abhängig ist. Die Intensität lässt sich während des Trainings sehr einfach über die eigene Zugleistung steuern. Das macht das Gerät auch für Intervalltraining interessant: einige kräftige, schnelle Züge und die Belastung steigt unmittelbar.
LCD-Monitor mit den wichtigsten Trainingsdaten

Auch ohne Smartphone lässt sich das MERACH R50 vollständig nutzen. Der integrierte LCD-Monitor zeigt die wesentlichen Trainingsinformationen an. Dazu gehören unter anderem Trainingszeit, Distanz, Kalorienverbrauch, Schläge pro Minute, Watt, Gesamtzahl der Ruderschläge und die für Ruderer interessante 500-Meter-Zeit. Damit kann man sich während des Trainings auf die wesentlichen Leistungsdaten konzentrieren. Ein Empfänger für die Herzfrequenzmessung ist ebenfalls integriert. Wer einfach nur aufsteigen und trainieren möchte, benötigt weder ein Benutzerkonto noch zwingend eine App.
Sehr gute Konnektivität mit Ruder-Apps
Deutlich mehr Möglichkeiten ergeben sich allerdings durch die Bluetooth-Anbindung. Die Konnektivität hat uns im Test sehr gut gefallen. Die Verbindung mit gängigen Ruder-Apps funktionierte problemlos und erweitert die Trainingsmöglichkeiten erheblich. MERACH nennt unter anderem Kinomap als kompatible Anwendung. Damit ist man nicht ausschließlich auf die Software des Herstellers angewiesen. Smartphone oder Tablet lassen sich direkt an der vorgesehenen Gerätehalterung befestigen. Der Winkel kann angepasst werden, sodass der Bildschirm während des Trainings gut sichtbar bleibt. Gerade bei längeren Trainingseinheiten ist die Möglichkeit, unterschiedliche Apps zu verwenden, ein echter Mehrwert.
Auch die MERACH-App überzeugt
Überraschend gut gefallen hat uns die herstellereigene MERACH-App. Hersteller-Apps sind bei Fitnessgeräten nicht immer ein Argument für den Kauf. Beim R50 haben wir die Anwendung jedoch als sinnvolle Ergänzung empfunden. Neben der Aufzeichnung von Trainingsdaten stehen verschiedene Trainingsangebote zur Verfügung. Besonders interessant ist die Möglichkeit, einen individuellen Trainingsplan zu erstellen.

Dadurch eignet sich die App auch für Nutzer, die nicht einfach nur eine bestimmte Anzahl von Minuten rudern möchten, sondern ihr Training strukturiert aufbauen wollen. Ein persönlicher Trainingsplan hilft dabei, regelmäßig zu trainieren und unterschiedliche Belastungen in die Einheiten einzubauen. Trotz dieser Möglichkeiten bleibt positiv festzuhalten: Das R50 funktioniert auch ohne App. Die digitalen Funktionen sind eine Erweiterung und keine Voraussetzung für die Nutzung des Rudergeräts.
Auch für größere Nutzer geeignet
Die großzügigen Abmessungen haben beim Training Vorteile. Die Schiene ist rund 1,36 Meter lang. MERACH gibt einen geeigneten Körpergrößenbereich von 1,19 bis 2,10 Metern an. Der Sitz befindet sich etwa 38 Zentimeter über dem Boden. Das erleichtert gegenüber extrem niedrig konstruierten Geräten auch das Aufstehen nach dem Training etwas. Die maximale Belastbarkeit von 160 Kilogramm unterstreicht die solide Auslegung des Geräts. Die Fußplatten sind sechsfach verstellbar und können entsprechend an unterschiedliche Nutzer angepasst werden.
Platzbedarf sollte nicht unterschätzt werden
Vor dem Kauf sollte man allerdings prüfen, ob ausreichend Platz vorhanden ist. Im Trainingsbetrieb misst das R50 rund 242 × 61 × 102 Zentimeter. Gerade die Länge von mehr als 2,40 Metern sollte bei der Planung berücksichtigt werden. Nach dem Training lässt sich das Gerät kompakter verstauen. MERACH gibt ein Faltmaß von etwa 63,5 × 83,5 × 137 Zentimetern an.

Damit reduziert sich insbesondere die benötigte Grundfläche erheblich. Transportrollen erleichtern zusätzlich das Verschieben.
Technische Daten des MERACH NovaRow R50
| Technische Daten | MERACH NovaRow R50 |
|---|---|
| Widerstandssystem | Luftwiderstand |
| Widerstandsstufen | 10 Stufen |
| Max. Widerstand | bis 50 kg |
| Lüfterrad | 32 Lamellen |
| Schwungrad | 3,5 kg |
| Max. Benutzergewicht | 160 kg |
| Geeignete Körpergröße | ca. 1,19–2,10 m |
| Abmessungen aufgebaut | ca. 242 × 61 × 102 cm |
| Schienenlänge | 1.365 mm |
| Sitzhöhe | ca. 38 cm |
| Gewicht | ca. 33,3 kg |
| Display | LCD |
| Trainingswerte | Zeit, Distanz, Kalorien, SPM, Watt, Züge, 500-m-Zeit u. a. |
| Konnektivität | Bluetooth |
| Apps | MERACH App, Kinomap |
| Smartphone/Tablet-Halterung | Ja, verstellbar |
| Transportrollen | Ja |
| Fußstützen | 6-fach verstellbar |
Preis: derzeit 549,99 Euro
Zum Zeitpunkt unseres Tests wird das MERACH NovaRow R50 direkt beim Hersteller für 549,99 Euro angeboten. Der reguläre Preis wird mit 879,99 Euro angegeben.
Damit bewegt sich das R50 in einem interessanten Preisbereich. Man erhält ein großes Luft-Rudergerät mit hoher Belastbarkeit, Bluetooth, Trainingscomputer und App-Unterstützung.
Bei Aktionspreisen sollte vor dem Kauf allerdings grundsätzlich noch einmal der aktuelle Preis geprüft werden.
Fazit zum MERACH NovaRow R50
Das MERACH NovaRow R50 hat uns im Praxistest vor allem dort überzeugt, wo es bei einem Rudergerät wirklich darauf ankommt: beim Training.
Der Aufbau ist einfach und schnell erledigt. Das Gerät steht stabil und vermittelt einen ordentlich verarbeiteten Eindruck. Besonders positiv ist uns der sehr leicht über die Schiene gleitende Sitz aufgefallen. Zusammen mit dem Luftwiderstand entsteht dadurch eine angenehm flüssige Ruderbewegung.
Das Luftwiderstandssystem passt gut zum sportlichen Charakter des R50. Die Belastung reagiert unmittelbar auf den eigenen Krafteinsatz. Wer stärker zieht, trainiert automatisch intensiver. Gleichzeitig ermöglichen die zehn Stufen eine zusätzliche Anpassung.
Sehr gelungen finden wir auch die digitalen Möglichkeiten. Die Verbindung mit gängigen Ruder-Apps funktionierte in unserem Test problemlos. Noch wichtiger: Auch die MERACH-eigene App konnte überzeugen. Die Möglichkeit, einen individuellen Trainingsplan zu erstellen, bietet einen echten Mehrwert und kann insbesondere dabei helfen, regelmäßig und strukturiert zu trainieren.
Wer absolute Laufruhe sucht, sollte sich auch magnetische Rudergeräte ansehen. Das typische Luftgeräusch gehört beim R50 zum Trainingsprinzip. Dafür bekommt man ein dynamisches Widerstandsverhalten, das unmittelbar auf die eigene Leistung reagiert.
Insgesamt bietet das MERACH NovaRow R50 eine interessante Kombination aus klassischem Luft-Rudergerät und moderner App-Anbindung. Der leicht laufende Sitz, das angenehme Rudergefühl, der unkomplizierte Aufbau und die sehr gute Konnektivität haben in unserem Praxistest einen überzeugenden Eindruck hinterlassen.










