Körperverletzungen, Widerstand und verbotene Waffe am ersten Wiesn-Abend am Münchner Hauptbahnhof

Alfred Ingerl
3 Minuten Lesezeit

Erster Wiesn-Tag: Bundespolizei am Hauptbahnhof und Hackerbrücke im Einsatz

Der erste Tag des 191. Oktoberfestes verzeichnete im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei überwiegend ruhige Verläufe, zur Abendzeit stieg jedoch das Einsatzaufkommen rund um den Münchner Hauptbahnhof und den S-Bahn-Haltepunkt Hackerbrücke. Neben Hilfeleistungen und Streitschlichtungen registrierten die Einsatzkräfte mehrere Körperverletzungen, Widerstandshandlungen und einen Verstoß gegen das während der Wiesn geltende Waffenverbot.

Auseinandersetzung am Gleis 26

Gegen 21:45 Uhr beobachteten Bundespolizisten am Gleis 26 des Hauptbahnhofs zunächst, wie ein 31-jähriger Mann aus der Ukraine einem 35-jährigen Landsmann unvermittelt ins Gesicht schlug. Es entwickelte sich eine wechselseitige körperliche Auseinandersetzung, bei der der 35-Jährige zu Boden ging und der 31-Jährige zudem versuchte, nach ihm zu treten. Die Beamten griffen ein und verhinderten weitere Tätlichkeiten. Beide Männer blieben unverletzt. Atemalkoholtests ergaben jeweils rund 0,8 Promille. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnten beide die Dienststelle wieder verlassen. Die Bundespolizei ermittelt wegen Körperverletzung.

Hilfeleistung und Widerstand am Gleis 12

Gegen 23:00 Uhr wurde am Gleis 12 eine stark blutende 31-jährige Frau aus Nordmazedonien versorgt, die nach einem Zwischenfall zwischen Bahnsteig und einem dort stehenden Zug eine Kopfplatzwunde erlitten hatte. Während die Einsatzkräfte die Verletzte erstversorgten, störte ein 29-jähriger Österreicher die Maßnahmen und verhielt sich zunehmend aggressiv; als die Beamten einschritten, leistete er Widerstand. Kurz darauf mischte sich ein 38-jähriger Slowene ein und widersetzte sich ebenfalls den polizeilichen Maßnahmen. Der 38-Jährige soll zudem einen unbeteiligten Zugbegleiter beleidigt und bedroht haben. Die verletzte Frau wurde vom Rettungsdienst medizinisch versorgt. Gegen die beiden Männer wird unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Bereits gegen 20:45 Uhr hatten Bundespolizisten am Hauptbahnhof bei der Kontrolle eines 32-jährigen Schweden ein Küchenmesser mit einer Klingenlänge von zwölf Zentimetern sichergestellt. Das Mitführen von Waffen und bestimmten gefährlichen Gegenständen ist für den Münchner Hauptbahnhof während des Oktoberfestes durch eine Allgemeinverfügung untersagt; dem Mann wurde ein Zwangsgeld für den Fall einer erneuten Zuwiderhandlung angedroht.

- Anzeige -

Auch an der Hackerbrücke mussten Einsatzkräfte gegen Mitternacht eingreifen. Ein offensichtlich alkoholisierter 44-jähriger Deutscher pöbelte zunächst andere Reisende am westlichen Abgang. Nach einer Kontrolle und der Aufforderung, sich ruhig zu verhalten, stieg er irrtümlich in eine einfahrende S4, wurde von seinem Sohn wieder aus der S-Bahn gezogen und ging anschließend auf ihn los. Die Beamten brachten den Mann zu Boden; dabei sperrte er sich gegen die polizeilichen Maßnahmen und zog sich eine Wunde oberhalb des linken Auges zu, die vor Ort erstversorgt wurde. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde er entlassen. Die Bundespolizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Dieser Artikel basiert auf einer offiziellen Polizeimeldung. Für die sprachliche Überarbeitung wurde künstliche Intelligenz eingesetzt.

Weitere Polizeimeldungen aus dieser RegionBundespolizei München
Diesen Artikel teilen
Alfred Ingerl ist Autor bei Presse Augsburg. Sein Schwerpunkt liegt auf aktuellen Polizeimeldungen und Blaulicht-Nachrichten aus Bayern. Er bereitet Meldungen der bayerischen Polizeipräsidien redaktionell für die Veröffentlichung auf Presse Augsburg auf.