Nach Doppeltötung in Augsburg: Polizei gibt weitere Details bekannt

Foto: news5/Haubner
Presse Augsburg
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Nach dem Fund von zwei Leichen in einer Asylunterkunft im Augsburger Stadtteil Haunstetten haben Polizei und Staatsanwaltschaft weitere Details zu den Ermittlungen bekannt gegeben. Die Behörden gehen derzeit von einem zweifachen Totschlag aus. Ein 29-jähriger syrischer Staatsangehöriger wurde als Tatverdächtiger festgenommen und befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.

Polizeieinsatz begann nach Vermisstenmeldung

Der Polizeieinsatz hatte am Montagmittag gegen 12 Uhr in der Inninger Straße begonnen. Auslöser war zunächst eine Vermisstenmeldung. Im Zuge der anschließenden Überprüfung des Geländes stießen Einsatzkräfte auf zwei leblose Männer.

Inzwischen konnten die Opfer identifiziert werden. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Schwaben Nord handelt es sich um einen 39-jährigen syrischen Staatsangehörigen sowie einen 54-jährigen irakischen Staatsangehörigen. Beide Männer wurden nach bisherigen Erkenntnissen gewaltsam getötet. Zum genauen Todeszeitpunkt, zur Todesursache oder zu einem möglichen Tatwerkzeug machen die Ermittler derzeit keine Angaben.

Tatverdächtiger in München festgenommen und in Untersuchungshaft

Der 29-jährige syrische Tatverdächtige wurde noch am Montag, 3. August 2026, im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen von Beamten des Polizeipräsidiums München in der Münchner Innenstadt vorläufig festgenommen.

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Am Dienstagnachmittag wurde der Mann dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des zweifachen Totschlags und setzte ihn in Vollzug. Der 29-Jährige befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Ob der Tatverdächtige und die beiden Opfer in einem persönlichen Verhältnis zueinander standen oder welches Motiv hinter der Tat steckt, ist weiterhin unklar. Auch ob sich das Tötungsdelikt direkt in der Unterkunft ereignete, ist derzeit Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Polizeihunde, Spurensicherung und Gerichtsmedizin im Einsatz

Nach dem Fund der Leichen wurde die Asylunterkunft weiträumig abgesperrt. Zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei sowie Kriminaltechniker sicherten bis in die Nacht Spuren am Tatort. Die kriminaltechnischen Untersuchungen wurden auch am Dienstag fortgesetzt.

Darüber hinaus führten die Ermittler umfangreiche Suchmaßnahmen nach Beweismitteln im Bereich der dezentralen Asylunterkunft in der Inninger Straße durch. Dabei kamen auch speziell ausgebildete Polizeihunde zum Einsatz. Zudem arbeiteten ein Gerichtsmediziner sowie die Spurensicherung der Kriminalpolizei Augsburg an der Einsatzstelle, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen.

Parallel befragten die Ermittler Bewohner der Unterkunft, um den Ablauf der Tat und mögliche Zusammenhänge zu rekonstruieren.

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Ermittlungen dauern an

Die Kriminalpolizeiinspektion Augsburg führt die Ermittlungen gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Augsburg. Aufgrund des frühen Ermittlungsstands halten sich die Behörden mit weiteren Informationen weiterhin zurück. Weitere Einzelheiten sollen bekanntgegeben werden, sobald dies die laufenden Ermittlungen zulassen.

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Newsdesk der Presse Augsburg Medien-Redaktion.